21.10.2010
aerokurier

Meutsch Weltflug Wahington - New YorkFly & Help: Zwischenstopp in New York

Reiner Meutsch und Arnim Stief haben die US-Hauptstadt Washington verlassen und nehmen mit ihrer Piper Cheyenne Kurs auf New York.

Reiner Meutsch schildert seine Reiseerlebnisse bei der Fly & Help Tour:

18. Oktober 2010

An unserem zweiten Tag in Washington, D.C. steigen wir in einen „Hop-on-Hop-off Double Decker Bus“ für eine ausgiebige Tour durch die knapp 600.000 Einwohner zählende Stadt.

Erster bedeutender Haltepunkt ist das wohl bekannteste Gebäude der Vereinigten Staaten, das Weiße Haus. Trotz strenger Bewachung sind wir überrascht, bis auf rund 300 Meter an das Gebäude heranzukommen. Auf dem Dach sehe ich Scharfschützen. Wir machen ein paar Fotos und dann geht’s auch schon weiter. Die Tour führt nun ein Stück weit raus aus der Stadt nach Arlington (Virginia) bis zum Pentagon, dem Hauptsitz des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten. Aufgrund seiner riesigen Ausmaße zählt es zu den größten Gebäuden der Welt. Dann geht es zurück über den Fluss zum Kapitol, dem Sitz des Kongresses. In ganz Washington, D.C. gibt es übrigens keinen Wolkenkratzer, der das weiße, majestätisch auf dem Capital Hill thronende Gebäude überragt. Im Südflügel ist die Abgeordnetenkammer untergebracht und im Nordflügel tagt der Senat. Barack Obama leistete im Januar 2008 auf den Stufen des Kapitols seinen Amtseid vor hunderttausenden Menschen – ein gewaltiges Ereignis. Heute, an diesem sonnigen Oktobertag, liegt eine friedliche Herbststille über dem Hügel. Nur einige Touristen sind unterwegs.

Dann steigen wir wieder in den Bus und fahren vorbei an verschiedenen Museen: dem American Indian Museum, dem Holocaust Museum, dem National Museum of American History und dem National Museum of Natural History. Alles wahnsinnig schöne Gebäude, fast Prunkpaläste. Aus Pilotenperspektive gesehen ist der Besuch des National Air and Space Museum ist für Arnim und mich der Höhepunkt des Tages. Bei Michael, unserem dritten Mann an Bord, müssen wir etwas Überzeugungsarbeit leisten. Aber am Ende ist auch er restlos begeistert. Denn das Museum besitzt die weltgrößte Sammlung historischer Luft- und Raumfahrzeuge. Es ist außerdem ein wichtiges Forschungszentrum der Luft- und Raumfahrt sowie der Geo- und Planetenwissenschaften. Wir streifen vorbei an Exponaten aus der Geschichte der Fliegerei. Darunter auch Gleitapparate der Brüder Wright, die „Spirit of St. Louis“ von Charles Lindbergh und die Apollo 11-Kommandokapsel „Columbia“.

Stimmungsvoller Abschluss unseres Washingtonaufenthaltes ist eine nächtliche Taxifahrt mit dem unterhaltsamen Fahrer Josef. Die Sehenswürdigkeiten erleben wir dabei wahrhaftig noch einmal in einem ganz anderen Licht. Josef stammt aus Eritrea. Er ist 40 und lebt seit acht Jahren in den Staaten. Ein netter Kerl.

Washington, D.C. (KDCA) – 38° 53′ 42″ N, 77° 2′ 12″ W
New York (KFRG) – 40° 42′ 46″ N, 74° 0′ 21″ W
Distanz: 188 NM
Flugzeit: 1 Stunde


19. Oktober 2010
Mit Josef geht es dann auch heute Morgen zum Flugplatz. Das nächste Highlight unserer Amerikatour wartet auf uns: New York! Die beiden Städte liegen nicht allzu weit voneinander entfernt und so dauert der Flug nur eine Stunde. Ich fliege nach Instrumentenflugregeln, da die Lufträume zwischen Washington und New York doch recht anspruchsvoll sind. Alles in allem bleibt es aber in 9.000 Fuß Höhe stressfrei. Unseren Wetterinformationen zufolge hat es die vergangenen Tage viel geregnet, aber wir haben Glück und werden von strahlendem Sonnenschein und 15 Grad empfangen. Im Funk hören wir, dass eine Lufthansamaschine (LH 400) im Landeanflug auf den J. F. Kennedy Airport (JFK) ist. Die Flugnummer steht für die Strecke Frankfurt – New York.

Wir landen die Cheyenne jedoch nördlich des JFK in Farmingdale. Als sich unser Taxi Manhattan nähert sind Arnim und Michael ganz ergriffen aufgrund der vielen Eindrücke, die auf uns einströmen. Auch ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert beim Anblick des „Big Apple“. Bestimmt um die 30 Mal war ich schon in der Stadt – meist aus beruflichen Gründen. Durch den Midtowntunnel erreichen wir das Intercontinental Hotel direkt am Times Square. Auch hier haben wir über die Agentur American Ring Travel wieder kostenfrei Zimmer bekommen.

Am späten Nachmittag lassen wir uns dann zu Fuß durch die Menschenmengen treiben: Fifth Avenue, Trump Tower, Tiffany, The Pierre, den südlichen Teil des Central Park, Rockefeller Plaza und vieles mehr. Meine Tochter Silanca hat mehrere Monate in New York gearbeitet. Wir zwei sind bei unseren Treffen oft zusammen hier entlang geschlendert. Erinnerungen werden wach und ich hätte gerne meine Familie bei mir.

Michael hat übers Internet drei Tickets für das NBA-Spiel der „New York Knicks“ gegen die „New Jersey Nets“ heute Abend gebucht. Bis zur letzten Minute bleibt es spannend im Madison Square Garden. Am Ende gewinnt New York 115:111. Es ist 23 Uhr, am Times Square funkelt und glitzert es hell, Menschen strömen aus allen Richtungen vorbei und wir sind restlos begeistert. Frank Sinatra hatte recht, diese Stadt schläft nie!




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