14.10.2010
aerokurier

Meutsch Weltflug New Orleans - VicksburgFly & Help: Von New Orleans nach Vicksburg

Die Fly & Help Crew hat mit ihrer Piper Cheyenne Vicksburg erreicht. der kurze Flug von New Orleans dauerte nur rund eine Stunde

Meutsch Weltflug Missisippi

Die Piper Cheyenne von Reiner Meutsch beim Flug von New Orleans nach Vicksburg. Foto und Copyright: Stiftung Reiner Meutsch / Fly & Help  

 

Reiner Meutsch schildert seine Eindrücke für die Leser von aerokurier.de:

New Orleans (KNEW) – 30° 0′ 0″ N, 90° 4′ 0″ W
Vicksburg (KTVR) – 32° 20′ 10″ N, 90° 52′ 31″ W
Distanz: 165 NM
Flugzeit: 1 Stunde

Tag 153, 13. Oktober 2010
Die Transponder in der Cheyenne funktionieren wieder zu 100 Prozent und so starten wir bei herrlichstem Flugwetter um 11 Uhr in New Orleans. Schon bald liegt der Mississippi River unter uns. Mit seinen 3.778 Kilometern ist er einer der längsten Flüsse der Erde. Seinen Ursprung hat er im Lake Itasca im nördlichen Minnesota. Auf seinem Weg ins Mündungsgebiet am Golf von Mexiko, rund 160 Kilometer von New Orleans entfernt, durchquert er zehn Bundesstaaten der USA von Nord nach Süd. Wir fliegen in 2.500 Fuß auf Sicht entlang des Flusses. Unter uns ziehen unzählige Schiffe vorüber und wir staunen über die gewaltige Breite des Mississippi. Kleine Orte liegen vereinzelt am Ufer. Fast unbemerkt vergeht eine Stunde und wir erreichen den Stadtflughafen von Vicksburg.

Nach der Landung stellt uns der freundliche Flughafenmanager Jeff kostenfrei ein Auto zur Verfügung, um in die Innenstadt zu fahren. Auf dem Weg kommen wir an einem alten, am Ufer vertäuten Schaufelraddampfer vorbei. Hier essen wir gut zu Mittag und genießen die Idylle.

Weiter geht es dann durch den Vicksburg National Military Park, der hervorragend angelegt und gepflegt ist. Über 500 Denkmäler verteilen sich über das Gelände, auf dem auch riesiger Soldatenfriedhof liegt. Vicksburg war während des amerikanischen Bürgerkriegs in den 1860er-Jahren aufgrund einer über den Mississippi verlaufenden Eisenbahnlinie und der direkten Flusslage von zentraler Bedeutung für die Truppen.

Auch im Stadtbild selbst sehen wir viele Denkmäler aus der damaligen Zeit und historische Gebäude. Fast fühle ich mich in die Kulisse des Filmklassikers „Vom Winde verweht“ versetzt. Für eine Nacht wohnen wir zwar nicht stilecht, dafür aber komfortabel und günstig im 3-Sterne Best Western Hotel.

Abends stehe ich am Flussufer im Bundesstaat Mississippi und blicke auf die gegenüberliegende Seite, die schon zu Louisiana gehört. In Gedanken bin ich bei meinem besten Freund Paul. Er ist wie ich im Westerwald zu Hause und betreibt dort die „Hammermühle“. Vielleicht schaffen wir es eines Tages, gemeinsam an diesem Fleckchen Erde zu sitzen und mit einem Bier anzustoßen – so, wie wir es uns schon oft ausgemalt haben.

Morgen geht die Reise weiter nach Memphis in Tennessee.




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