08.06.2010
aerokurier

Meutsch Jayapura AmbonFly & Help: Von Jayapura nach Ambon

Die Fly & Help Crew ist unterwegs in der indonesischen Inselwelt. Die Etappe führt von Jayapura nach Ambon.

Reiner Meutsch berichtet für die Leser von aerokurier.de

Jayapura/Port Numbay (WAJJ) – 2° 32′ 30″ S, 140° 42′ 22″ E
Ambon (WAPP) – 3° 40′ 0″ S, 128° 10′ 0″ E
Distanz: 790 NM
Flugzeit: 3,5 Stunden

Tag 82, 3. Juni 2010
Heute verlassen wir die für mich wohl spektakulärste Insel der Welt: Neuguinea. Zuvor jedoch frühstücken wir um 6.00 Uhr kräftig und fahren dann raus zum Flugplatz von Jayapura.

Schnell steigen wir auf 14.000 Fuß und sind nur wenige Meter über dem Maokegebirge. Unter uns zeigt sich die Vegetation weiterhin urwüchsig und große Flüsse durchziehen die Landschaft, in denen die größten Krokodile der Welt leben sollen. Zum Greifen nahe scheinen die vereinzelten Hütten. Die wenigen Menschen leben fernab der Zivilisation. Für die Jagd verwenden sie noch heute Pfeil und Bogen, die nicht selten auch bei Stammesfehden zum Einsatz kommen.

Rechts von uns lassen wir den Puncak Jaya, den mit 4.884 Metern höchsten Gipfel Ozeaniens, liegen. Die Triebwerke der Piper schnurren Gott sei Dank ohne Probleme. Im Falle einer technischen Panne würde uns in dieser Gegend wohl so schnell niemand finden. Nach 90 Minuten erreichen wir die Westküste der Provinz Papua und fliegen hinaus auf den Indischen Ozean Richtung Molukken. Wir alle drei sind uns einig: Die Zeit auf Neuguinea war ein außergewöhnliches Abenteuer.

Gut 20 Minuten vor der Landung erhalten wir per Funk die Durchsage, dass die Wolken über dem Platz sehr tief hängen. Es wirkt, als lägen sie auf den Bergen vor Ambon auf, sodass wir rechts durch ein kleines Tal ausweichen müssen. In 300 Metern über dem Boden halten wir Kurs auf den Flugplatz. Direkt in der Anflugschneise befindet sich ein Hügel, den ich umfliege, um dann sofort wieder auf links einzudrehen. Geschafft! Ich lande die Piper auf dem einsamen Flugplatz, der dazu noch in erdbebengefährdetem Gebiet liegt.

Die wenigen Mitarbeiter helfen uns schnell und unkompliziert und unterstützen uns auch bei der Suche nach einer Unterkunft. Der Transfer dorthin gleicht einer Inselrundfahrt. Vorbei an kleinen Siedlungen blicken wir rechts und links auf unberührte tropische Natur. Plötzlich geht ein kräftiger Regenguss nieder, aber so schnell wie er aufgezogen ist klingt er auch wieder ab.

Das Aston Hotel in Natsepa ist nett und sauber (45 Euro pro Nacht, Abendessen 5 Euro). Auf der Terrasse besprechen wir die Route für morgen. Es geht weiter auf die Philippinen, die Heimat von Marissa, Arnims Frau. Bevor wir sie jedoch treffen, liegen mehr als 800 NM (knapp 1.500 Kilometer) über zahlreiche kleine Inseln und das offene Meer vor uns.




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