31.07.2015
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Restaurierung wurde fast zum NeubauWindecker Eagle soll bald wieder fliegen

Das erste von der FAA zugelassene Kunststoff-Motorflugzeug, die Windecker Eagle, wird derzeit in den USA wieder aufgebaut. Während die Zelle die jahrzehntelange Liegezeit im Freien gut überstanden hat, mussten fast alle Systeme erneuert werden.

Windecker Eagle Restaurierung Werkstatt

Die Restaurierung der Windecker Eagle macht große Fortschritte. Foto und Copyright: David Gustafson  

 

Die Kunststoff-Einmot Windecker Eagle stellt ein besonderes Kapitel in der Geschichte der Allgemeinen Luftfahrt dar. Sie wurde in den 60er Jahren von den beiden Zahnärzten Dr. Leo Windecker und Dr. Fairfax Windecker in Zusammenarbeit mit dem Dow-Chemical-Konzern entwickelt und 1969 als erstes Kunststoff-Flugzeug von der amerikanischen Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) zugelassen. Es war auch das erste Flugzeug, das nach den damals neu definierten Zulassungsregeln FAR 23 zertifiziert worden ist. 

Wei Hang, ein chinesischer Unternehmer, hat die letzten beiden verbliebenen Flugzeuge dieses Musters entdeckt - sechs Stück wurden insgesamt gebaut - und ihre Restaurierung in Auftrag gegeben. Eines der beiden Flugzeuge dient bei diesem Unterfangen als Ersatzteillager für das andere, das noch in diesem Jahr wieder fliegen soll. Im Rahmen der Arbeiten in Moorseville im US-Bundesstaat North Carolina, stellte das Team unter der Leitung von Don Atchinson fest, dass die jahrzehntelange Lagerung im Freien den Flugzeugen arg zugesetzt hat. "Wir fanden heraus, dass quasi jedes Metallteil an diesem Flugzeug ersetzt werden musste, während die Glasfaserstruktur sich ausgezeichnet gehalten hat. Die UV-Schutzlackierung, die während der Produktion aufgebracht worden ist, hat hervorragend funktioniert", sagte Atchinson.

Anstelle der analogen Instrumente wird die Windecker Eagle bei ihrem zweiten Erstflug über eine topaktuelle, digitale Avionik von Garmin International verfügen. Unter anderem baut das Restaurierungsteam ein Garmin G3-X-Touch-Display, ein Garmin GTN750, eine Garmin GTN650, einen Garmin Digital Autopilot, einen Garmin GTX 23-Mode-S-Transponder ein. Als Motor kommt ein Continental Motors IO-550N zum Einbau. "Wenn das Flugzeug in diesem Jahr wieder auf die Runway rollt, dann wird es eine faszinierende Kombination aus der ältesten Kunststoff-Zelle der Welt und der modernste Avionik- und Systemtechnologie darstellen", sagte Atchinson.

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Volker K. Thomalla


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