06.08.2009
aerokurier

Pilot Report Turbine BaronTurbine Cougar Baron

Rocket Engineering aus Spokane, Washington, auf das Schnellermachen von Flugzeugen spezialisiert, arbeitet an einem neuen Projekt. Einer Beechcraft Baron wurden die Turbinen einer King Air C90 implantiert. Statt 2 x 325 Turbo-PS stehen seither 2 x 500 Turbinen-PS zum Abruf bereit.

Sie verhelfen dem Sechssitzer zu jetähnlichen Flugleistungen.
Für eine Umrüstung in Betracht kommt allerdings nur die Version B58P. Das P, das für „Pressurized“ steht, verweist auf die Kabinenbedruckung.

Flugzeuge dieses Typs gibt es in den USA noch in respektabler Stückzahl. Der Tiefedecker war ab 1976 mit einem so genannten „throw-over yoke“ gefertigt worden. Erst in den letzten beiden Produktionsjahren wich die Umwurfsteuerung einem Doppelsteuer. Von dieser Version hatten allerdings nur rund 80 Exemplare das Werk verlassen. Das Gros bedient sich der Einzelsteuerung, die -  je nachdem, von welchem Sitz aus geflogen wird - positioniert werden kann.

Gebraucht gibt es die Beech-Twin mit „throw-over yoke“ für 200000 bis 300000 Dollar. Für Versionen der letzten beiden Fertigungsjahre müssen zwischen 400000 und 450000 Dollar veranschlagt werden. Die Preisangaben gelten für die USA. Europäische Flugzeuge sind traditionsgemäß teurer.

Obwohl die Turbinen-Baron noch nicht geordert werden kann, hat Darwin Conrad schon sehr konkrete Vorstellungen über die Umbaukosten. Kommen zwei brandneue King-Air-C90B-Turbinen in Betracht, werden 850000 Dollar fällig. Werden überholte Triebwerke installiert, sind es 100000 Dollar weniger. Die Umbauzeit beläuft sich auf zirka zwei Monate. Wer erst noch nach einer umbautauglichen Baron suchen muss, dem steht Darwin Conrad bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite.

Für weniger als eine Million Dollar bekäme der Kunde einen Grasstrip-tauglichen Druckkabinen-Sechssitzer mit superflotten 300 KTAS Reisegeschwindigkeit (in 25000 ft) und atemberaubenden 4500 ft/min Anfangssteigen. Als Kundschaft hat Darwin Conrad Piloten im Blick, für die flottes Vorwärtskommen besonders wichtig ist und die eigentlich von einem Kleinjet träumen, sich diesen aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht leisten wollen oder können.

Sich nicht für einen Minijet, sondern für die Turbinen-Baron zu entscheiden, brächte Vorteile mit sich: Die Versicherung wäre billiger und das Training für den Umstieg weniger komplex. Mit dem Sechssitzer könnten zudem Plätze angeflogen werden, die für Jets tabu sind. Hinzu gesellte sich eine überaus günstige Ersatzteilsituation. Viele Komponenten der heute noch gebauten Baron G58 lassen sich nämlich auch in älteren Flugzeugen verbauen. Da die Twin aus Wichita zudem als extrem solide gebaut gilt, müsste selbst bei „gereiften“ Modellen kaum befürchtet werden, dass sie strukturell ausgepowert sind.

Welche Eindrücke wir auf unserem Ausflug in der Turbinen-Baron sammeln durften, schildert der Pilot Report in der August-Ausgabe des aerokurier.




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