26.06.2009
aerokurier

Solar Impulse in Dübendorf vorgestelltSolar Impulse vorgestellt: Mit Solarantrieb um die Erde

Heute wurde in Dübendorf in der Schweiz der erste Prototyp der Solar Impulse vorgestellt. Das Solarflugzeug hat die Spannweite eines Airbus A340-600 und wiegt nur 1.600 Kilogramm. Seine Mission: Einmal die Welt umrunden, nur angetrieben von der Kraft der Sonne.

Solar Impulse Prototyp Juni 2009  Nummer 3

Der Solar-Impulse-Prototyp wurde am 26. Juni 2009 vorgestellt. Foto und Copyright: © Solar Impulse  

 

Vor rund 800 Gästen haben Betrand Picard und André Boschberg heute auf dem Militärflugplatz Dübendorf in der Schweiz den ersten Prototypen des Solarflugzeugs Solar Impulse vorgestellt. Die Idee für das Flugzeug, das Geschichte schreiben soll, kam Betrand Picard bereits 1999, nachdem er mit einem Ballon nonstop die Erde umrundet hatte. 2001 wurde es konkret in Form einer Machbarkeitsstudie durch die Eidegnössische Technische Hochschule (EPFL) in Lausanne. Die Studie besagte: Das Projekt ist machbar. Daraufhin startet das Projekt am 28. November 2003 offiziell. "Wenn ein Flugzeug Tag und Nacht nur mit Solarenergie und ohne Treibstoff fliegen kann, kann niemand mehr behaupten, das solche Lösungen nicht auch für Autos, Heizungen, Klimaanlagen oder Computer möglich sind. Dieses Projekt stützt unsere Überzeugung, dass Pioniergeist und politische Visionen die Gesellschaft verändern und das Ende unserer Abhängigkeut von fossilen Energien einläuten können", sagte Bertrand Picard. 

Er sammelte Partner, um das Projekt zu realisieren. Neben der EPFL sind auch die europäische Weltraumorganisation ESA sowie Dassault Aviation dabei. Als finanzieller Unterstützer des Projekts kommen unter anderem Solvay, Omega und die Deutsche Bank dazu. Josef Ackemann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, sagte: "Solar Impulse ist ein hervorragendes Symbol, weil es zeigt, was Menschen gemeinsam erreichen können, wenn ein innovativer, unternehmerischer Geist herrscht. Deshalb hat sich die Deutsche Bank an diesem Projekt beteiligt. Dazu kommt, dass wir den Klimaschutz nicht nur als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung betrachten, sondern darin auch ausgezeichnete geschäftliche Möglichkeiten sehen."

2004 beginnt die konkrete Entwicklung des Flugzeugs, das heute das Kennzeichen HB-SIA trägt. Aus konstruktiver Sicht ist das futuristische Fluggerät ein Meilenstein im Flugzeugbau: Trotz einer Spannweite von 63,40 Metern wiegt das Flugzeug nur 1.600 Kilogramm. Rund ein Viertel der Masse geht auf das Konto der Lithium-Polymer-Batterien, die die vier Elektromotoren an den Tragflügelvorderkanten mit Energie versorgen. Insgesamt 12.000 Solarzellen der neuesten Generation sind auf den Tragflächen angebracht. Sie liefern nicht nur die Energie, die notwendig ist, um die je 10 PS starken Motoren anzutreiben, sondern laden auch die Batterien, damit die Solar Impulse ohne Sonnenlicht auch bei Nacht fliegen kann.

Der Erstflug der HB-SIA soll noch vor Ende des Jahres in Dübendorf erfolgen, danach wird der Projektsitz nach Payerne verlegt. Zum ersten Nachtflug soll die Solar Impulse 2010 starten. 

Die Erfahrungen, die das Team mit der HB-SIA sammelt, sollen in den Bau des zweiten Prototypen einfließen, der als HB-SIB im Jahr 2012 zur Weltumrundung in fünf Etappen starten soll.

 

 



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