Pilot Report Expediton E350 Pilot Report Expedition E350

Wer glaubt, bei Found Aircraft handle es sich um einen Newcomer im Flugzeugbau, liegt falsch. Die Firma, nördlich von Toronto zu Hause, kann auf eine durchaus lange Tradition verweisen. Gegründet wurde das Unternehmen in den sechziger Jahren.

Gefertigt wurden verschiedene Versionen einer Einmot, die mit den harschen Bedingungen des nordamerikanischen hohen Nordens besonders gut zurechtkamen. Viele der produzierten Maschinen sind noch heute im Einsatz. Manche haben über 15000 Flugstunden und 50000 Starts und Landungen geloggt.

Wie in der Flugzeugindustrie üblich, war allerdings auch die Geschichte von Found Aircraft nicht ohne kräftige Ausschläge am Variometer verlaufen. Mal liefen die Geschäfte gut, dann wieder dümpelte die Produkti-on dahin. Endgültig vom Markt verschwunden war die Firma jedoch nie.

Das neueste Modell, angetreten, um an die erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen, hört auf den Namen „Expedition“. Ein halbes Dutzend Exemplare gibt es davon bereits. Eines, die Seriennummer 3, hat den Weg sogar schon auf die andere Seite des Atlantiks gefunden – nach Belgien. Zu verdanken ist dies Miguel Van Hoof. Er hat den Europavertrieb übernommen. Um den Schulterdecker näher kennenzulernen, treffen wir uns mit Peter Thys, dem Demo-Piloten, am Flughafen Antwerpen (EBAW).

Die Expedition ist kein Flieger mit hohem Ramp Appeal. Dafür sieht die Single viel zu normal aus. Ihr kantiger Rumpf signalisiert mehr prakti-schen Nutzen als sportliche Rasanz. Praktisch sein, genau dies möchte die Expedition auch. Sie richtet sich gezielt an Kunden, die viel Innenraum benötigen und dazu noch STOL-Eignung. Beides bringt die Expedition mit. Ihre Kabine bietet fünf Personen Platz. Voll beladen und damit 1725 kg schwer, reichen ihr fürs Abhe-ben 250 m.
Sehen lassen können sich auch die Flugleistungen als solche: Mit rund 1000 ft/min geht es anfangs gen Himmel. 8000 ft, um ein Beispiel zu nennen, sind nach spätestens zehn Minuten erreicht. Dort stellen sich bei 75 Prozent Power gute 150 KTAS ein. Bei Bedarf lassen sich Ziele in 1500 km Entfernung erreichen.

Wie sich die 495000 Dollar teure Expedition, die einen Vergleich mit der preisbereinigt einige Tausend Dollar teureren Cessna Stationair 206H nicht zu scheuen braucht, en détail fliegt, erfahren Sie in unserem Pilot Report in der September-Ausgabe. Das Heft können Sie hier bestellen.

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