04.07.2007
aerokurier

Cirrus SR22-GTS 07-07Pilot Report: Cirrus SR22-GTS Turbo

Der amerikanische Flugzeughersteller Cirrus Design hat das Topmodell SR22 umfassend überarbeitet. An die 700 Veränderungen, sichtbare wie versteckte, sind in den 310 PS starken Viersitzer eingeflossen.

SR22_GTS_neu

 

 

Das Resultat: ein noch besseres Flugzeug. Eine optional erhältliche Höhenaufladung sorgt dafür, dass der Motor, ein Conti-Sechszylinder IO-550-N, bis 25000 ft volle Leistung bereit stellt. Hersteller des so genannten Turbonormalizers ist die Firma Tornado Alley Turbo aus Ada, Oklahoma. Die Anlage generiert einen Ladedruck von bescheidenen 30 in. Hg. Dies allerdings kontinuierlich bis zum Erreichen der 'Dienstgipfelhöhe'.   

Konventionelle Turbos treiben den Ladedruck nicht selten auf bis zu 40 in Hg. Dass dies der Lebensdauer der Motoren wenig zuträglich ist, braucht kaum erwähnt zu werden. Anders die 'Philosophie' bei der Tornado Alley-Anlage: Sie fordert dem Triebwerk in keiner Höhe mehr Leistung ab, als dieses - in unaufgeladenem Zustand - in Meereshöhe ohnehin abzugeben bereit wäre. Aufgrund der schonenden Beatmung gelten für den von Cirrus, GAMI und Tornado Alley Turbo gemeinsam entwickelten Antrieb die gleichen Garantien, wie sie auch für die Saugerversion gelten. Tragflügel und Fahrwerk der neuen SR22 zeigen sich deutlich überarbeitet. Die Tanks sind größer und der Holm verwendet statt Glasfaser Karvon. Die V-Stellung hat um ein Grad zugenommen, was die Seitenstabilität verbessert. Auf die bisherige Querruder-Seitenruder-Kopplung konnte verzichtet werden. Die perforierten TKS-Enteisungsprofile aus Titan decken jetzt die Flügelnasenleisten vollständig ab. Da der Glykol-Tank vergrößert wurde, konnten die Enteisungszeiten um 50 Prozent gesteigert werden.

Die Hauptfahrwerksbeine stehen steiler, was dem Propeller fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit verleiht. Die Radschuhe und Fahrwerksbeinverkleidungen sind schnittiger gestylt. Die durch die 'Höherlegung' des Rumpfes bedingte Verringerung der Spurbreite um 60 cm hat auf das Roll- und Landeverhalten keine ungünstigen Auswirkungen. Welche Erfahrungen wir mit der SR22 der Generation G3 auf einem Flug rund um Berlin sammeln durften, der uns auf weit über 7000 m führte, verrät der Pilot Report der aerokurier-Ausgabe Juli 2007.  

         


 


 


 


 

 




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