27.03.2017
aerokurier

Transponder Mandatory Zones Monitor-Frequenz und eigener Squawk für TMZ

Ab 30. März gilt in Deutschland die Luftraumstruktur 2017: VFR-Flüge in Transponder Mandatory Zones (TMZ) sollen dann Hörbereitschaft zum zuständigen Lotsen herstellen und abweichend vom VFR-Squawk 7000 einen speziellen für die jeweilige TMZ einstellen. Frequenz und Squawk sind auf den neuen ICAO-Karten aufgedruckt.

TMZ mit Frequenz

Beispiel für den ICAO-Kartenaufdruck: TMZ mit Frequenz. Foto und Copyright: DFS  

 

Im Gegensatz zur Radio Mandatory Zone (RMZ), bei der vor Einflug in den Luftraum eine aktive Meldung vorgeschrieben wird, ist bei der TMZ mit Hörbereitschaft keine aktive Funkkontaktaufnahme seitens der Piloten erforderlich. Es gilt hier die dringende Empfehlung, die für die jeweilige TMZ auf der ICAO-Karte 1:500 000 veröffentlichte Frequenz (des zuständigen Lotsen) bei Einflug in die TMZ zu rasten und abzuhören.

Durch diese Hörbereitschaft erhält der Lotse die Möglichkeit, entweder mittels Broadcast Informationen über startende oder landende IFR-Luftfahrzeuge an alle auf der Frequenz mithörenden VFR-Piloten zu erteilen, oder auch einen einzelnen VFR-Flug im Fall eines möglichen Konfliktes gezielt anzusprechen und Hinweise zu erteilen. Dank Mode-S-Transponder sieht der Lotse neben der Flugzeug, Flughöhe, Position und Geschwindigkeit des VFR-Fliegers auch dessen Kennzeichen.

Mit Schaltung des speziellen Squawks signalisiert der VFR-Pilot, dass er sich auf der entsprechenden Frequenz in Hörbereitschaft befindet und gezielt angesprochen werden kann. Die Kontaktaufnahme geht dabei vom Lotsen aus. Der Funkverkehr kann in deutscher Sprache durchgeführt werden. Nach Verlassen der TMZ und der zugehörigen Funkfrequenz ist der Transponder wieder auf Code 7000 zurückzuschalten

Mit dieser Empfehlung soll der Schutz der IFR-An/Abflüge in den TMZ (Luftraum Klasse E) gegenüber VFR-Flügen erhöht werden. Die Flugsicherung erhielt bisher durch die allgemein geforderte Transponderschaltung zwar Informationen über die in der TMZ befindlichen VFR-Luftfahrzeuge, eine Kontaktaufnahme zu einem einzelnen VFR-Flug im Fall eines möglichen Konfliktes mit einem IFR-Flug war aber bisher nicht möglich. Um das abzustellen, wurde das Konzept TMZ mit Hörbereitschaft entwickelt.

Die TMZ mit Hörbereitschaft gibt es ab 30. März 2017. Sie betrifft alle TMZ in Deutschland: Dortmund, Friedrichshafen, Hahn, Hamburg (Anbindung an FL 100), Hannover (Anbindung an FL 100), Luxemburg, Memmingen, Münster-Osnabrück, Niederrhein, Nürnberg (Anbindung an FL 100), Paderborn und Saarbrücken.

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Gerhard Marzinzik


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