02.08.2010
aerokurier

Dolderer Rennen LausitzringMatthias Dolderer vor Heimrennen bei Red Bull Air Race

Die Spannung steigt für Matthias Dolderer und sein Team: Am Wochenende steht für den Red Bull Air Race Piloten aus Deutschland das Heimrennen am Lausitzring auf dem Programm.

Matthias Dolderer freut sich seit vielen Jahren auf einen Abstecher der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft nach Deutschland. Dolderer, der seit 2009 beim Red Bull Air Race dabei ist, erlebte das erste Rennen im Jahr 2003 als Zuschauer mit und flog 2006 in einer Flugschau vor dem ersten Rennen in Deutschland am Berliner Flughafen Tempelhof.

Diese Erlebnisse haben nach Angaben seines Teams dazu geführt, dass er einen Platz in diesem Hochgeschwindigkeitsrennen bei geringer Flughöhe ergattern wollte. Und nun kommt das Red Bull Air Race nach Deutschland zurück, wo Dolderer auf die Unterstützung seiner Fans zählt, die ihn zu einem Platz auf dem Podium tragen soll.

Das Heimrennen auf dem EuroSpeedway Lausitz am 7. und 8. August könnte kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Der 39 Jahre alte Pilot aus der süddeutschen Stadt Tannheim hatte in dieser Saison einige Probleme in einem immer stärker werdenden Teilnehmerfeld mit 15 Piloten aus 13 Ländern.

Dennoch hofft Dolderer, die aktuelle Saison mit einem Ausrufezeichen zu beenden, genauso wie es ihm im vergangenen Jahr gelang, als er zum Ende seiner Rookie-Saison beim Saisonfinale in Barcelona zum ersten Mal das Podium erreichte.

Dolderer holte in den letzten drei Rennen der Saison 2009 mehr Punkte als alle anderen, außer dem Weltmeister Paul Bonhomme und dem Zweitplatzierten Hannes Arch.

In diesem Jahr hatte Dolderer sich mehr erhofft und gedacht, er hätte das Zeug, um zu den besten Piloten zu gehören – besser als sein derzeit neunter Platz mit 21 Punkten. Mit einem starken Ergebnis in Deutschland könnte er in der Gesamtwertung einen großen Sprung nach vorne machen, da fünf Piloten fast gleichauf liegen. Der Kanadier Pete Mc Leod ist zum Beispiel Fünfter mit 29 Punkten.

„Ich wollte zur Spitze aufschließen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was in diesem Jahr schiefgegangen ist“, sagte Dolderer, dessen bestes Saisonresultat ein fünfter Platz beim Rennen im kanadischen Windsor ist. „Es ist immer mein Ziel, einen Podestplatz zu erreichen. Das sollte in Deutschland möglich sein.“

Dolderer und sein Team haben hart daran gearbeitet, um seine neue Edge 540 V3 für das Rennen am EuroSpeedway Lausitz auf Höchstleistung zu trimmen – wenn zum ersten Mal ein Red Bull Air Race-Wettkampf über einer Motorsport-Rennstrecke stattfindet. Dolderer setzte das Flugzeug zwar bereits bei der letzten Station in New York ein, für eine Spitzenvorstellung im Big Apple reichte die Zeit im neuen Cockpit jedoch nicht aus.

“Es braucht einige Zeit, bis man ein Gefühl für dieses phantastische Flugzeug bekommt“, sagte Dolderer, der die Edge V3 vor dem New York-Rennen rund 20 Stunden geflogen war. Vor dem Rennen in Deutschland wird er nun aber zusätzlich fünf bis zehn Stunden in der schnelleren Version seiner alten E 540 trainieren. „Ich habe mehr Zeit, um ein paar Sachen auszuprobieren. Es ist ein wirklich großartiges Flugzeug.“

Als einziger weiterer WM-Pilot geht Hannes Arch, der in dieser Saison drei Rennen in Folge gewinnen konnte, mit einer Edge 540 V3 an den Start. Einige der anderen Piloten haben das Flugzeug aber bereits bestellt.



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