04.11.2013
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Rega-Ambulanzjet holt verletzten Piloten zurück Gleitschirmunfall in Brasilien

Bei bestimmten Verletzungsmustern kommt es auf Stunden an, die über Genesung oder Folgeschäden entscheiden. So auch bei einem jungen Gleitschirmpiloten, der in Brasilien verunglückt war. Ein Rega-Ambulanzjet holte ihn auf dem schnellsten Weg in die Schweiz zurück.

Rega Jet  Repatriierung aus Brasilien

Mit einem Ambulanzjet vom Typ Canadair Challenger CL-604 der Rega wurde der Gleitschirmflieger aus Brasilien in die Schweiz geflogen. Foto und Copyright: Rega  

 

Der junge Pilot war in der Nähe von Teresina, im nordbrasilianischen Bundesstaat Piani, geflogen. Bei der Landung geriet er mit seinem Schirm in starke Bodenwinde und zog sich beim harten Aufprall auf den Boden eine Trümmerfraktur des Beckens zu. Er wurde in das nächstgelegene Krankenhaus eingeliefert und alarmierte mittels Notfall-App die Luftrettungsorganisation Rega in der Schweiz. Da bei solchen Frakturen eine schnelle Operation  bedeutend ist, um Folgeschäden so weit wie möglich zu vermeiden, startete einer der drei Rega-Ambulanmzjets vom Typ Canadair Challenger CL-604 nur wenige Stunden nach der Alarmierung in Richtung Brasilien.

Bei dem zwölfstündigen Flug befanden sich neben dem Arzt und der Pflegefachperson drei Piloten an Bord, die sich während des langen Fluges abwechselten, um ihre Flugdienst- und Ruhezeiten sicherzustellen. Zwischenlandungen erfolgten auf den Kapverdischen Inseln und in Fortaleza im Norden Brasiliens.

Bis zum Eintreffen des Ambulanzjets war der Gleitschirmpilot zur Stabilisierung seiner Fraktur auf einem Holzbrett gelagert worden. Im Jet konnte er dann auf eine eigens mitbebrachte Vakuummatratze umgelagert werden und gelangte via Forteleza und Gan Caraia an Bord der CL-604 zurück in seine schweizerische Heimat. Vom Unglück bis zu seiner stationären Aufnahme in einem Hospital in Zürich waren nur knapp 72 Stunden vergangen.



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