14.12.2016
aerokurier

PilatusGehen die Schweizer an die Börse?

Nachdem der Flugzeughersteller einem möglichen Börsengang 2009 eine Absage erteilt hatte, scheint das Thema jetzt wieder aktuell zu sein. Mehrere Medien berichtet unter Verweis auf die Nachrichtenagentur Reuters, dass Insidern zufolge ein Börsengang in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 möglich sei.

Pilatus-Werk

Foto und Copyright: Pilatus Aircraft  

 

Laut Luzerner Zeitung wollte sich Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident der Pilatus Flugzeugwerke, nicht zu den Berichten äußern. Allerdings scheinen die Pläne angesichts der jüngsten Investitionsmaßnahmen bei Pilatus alles andere als abwegig. Denn was die Kapazitäten angeht, hat das Unternehmen bereits aufgestockt. Wie das Schweizer Luftfahrtmagazin Cockpit berichtete, hat Pilatus in erheblichem Umfang in sein Werk in Stans investiert. So entstand hier ein neues Logistikzentrum mit vollautomatischem Hochregallager für rund 33 Millionen Franken, an einer neuen Halle für die Serienproduktion der PC-24 wird seit Mitte 2016 gebaut. Zudem sei ein neues Oberflächenbearbeitungszentrum in Bau.

PC-24

Foto und Copyright: Pilatus Aircraft  

 

Der zweistrahlige Jet PC-24 soll Ende 2017 an die Kunden ausgeliefert werden. Er kommt auf eine Reichweite von 3600 Kilometer und kann auf einer Piste von rund 800 Metern landen. Der Clou: Es sollen auch Starts und Landungen auf Naturpisten möglich sein, was den Jet damit einzigartig macht. Einer der beiden flugfähigen Prototypen besuchte die diesjährige NBAA-BACE in Orlando und wurde dort erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Beide Prototypen haben zusammen rund 300 Flüge sowie über 500 Flugstunden absolviert. Doch bis zur Zertifizierung ist noch viel zu tun, denn das Testflugprogramm umfasst 1600 Stunden. Der Stanser Flugzeugbauer konnte bereits auf der EBACE 2014, innerhalb der ersten 36 Stunden nach Präsentation des neuen Modells, mehr als 80 Exemplare verkaufen.
Das 1939 gegründete Unternehmen stellte bisher ausschließlich propellergetriebene Geschäftsreise- und Transportflugzeuge sowie Ausbildungsmaschinen für Kampfpiloten her. Der Turboprop-Dauerrenner PC-12 erhielt jüngst ein umfassendes Update und soll sich so auch im kommenden Jahr gut verkaufen.




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