02.09.2016
aerokurier

Flight Design in InsolvenzZwei neue Investoren

Der Kamenzer Ultraleichtflugzeug-Hersteller Flight Design scheint vorerst gerettet. Laut Insolvenzverwalter sind die Lindig-Gruppe aus Eisenach und AeroJones aus dem Taiwanesischen Taichung eingestiegen. Die Aufhebung des seit Februar laufenden Insolvenzverfahrens ist für Herbst 2016 geplant.

Flight Design C4 Erstflug 2015 April

Die viersitzige Flight Design C4 startete am 9. April 2015 zum Erstflug (Foto: Flight Design).  

 

Die Lindig-Gruppe wird Flight Design im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens oder eines Asset-Deals übernehmen, Aero Jones im Rahmen eines Asset Deals das Projekt C4 und das Geschäft mit der CT, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Ersatzteilversorgung und der Support für sämtliche Modelle sei somit sichergestellt.

„Die Gläubiger haben mit ihrer Entscheidung für die neuen Investoren den Weg frei-gemacht, sowohl für eine Weiterführung des Kerngeschäfts als auch der Produktion und des Supports der am Markt etablierten Flugzeuge und die Fertigstellung neuer Entwicklungen“, sagte Insolvenzverwalter Knut Rebholz

Voraussetzung für die Sanierung sei es gewesen, dass es gelungen sei, den Geschäftsbetrieb auch während des Insolvenzverfahrens am Laufen und die notwendigen Lizenzen zu erhalten. Ein wesentlicher Schritt dabei: Es war möglich, sich mit Kunden auf einen Finanzierungsweg für die Aufträge zu einigen, die bereits vor Insolvenzantrag an Flight Design vergeben worden waren. „Die Verhandlungen dafür waren unter anderem auch deshalb sehr komplex, weil die Kunden von Flight Design weltweit vertreten sind und keine Erfahrung mit der deutschen Insolvenzordnung haben“, so Rebholz. Die Kunden, deren Flugzeugbestellungen zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch nicht erfüllt waren, können ihre Bestellungen zu den vom Insolvenzverwalter angebotenen Konditionen noch bis zum 30. September bestätigen.

Die Geschäftsführung von Flight Design hatte Mitte Februar 2016 Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein internationaler Kunde bis heute eine Forderung im siebenstelligen Bereich nicht beglichen hat (der aerokurier berichtete). Dies hat im Unternehmen zu einem Liquiditätsengpass geführt. Die Geschäftsführung hatte deshalb alternative Finanzierungswege gesucht, um die Zeit bis zum Eingang der ausstehenden Zahlung zu überbrücken. Dies war nicht gelungen. Anfang April wurde das Insolvenzverfahren vom zuständigen Amtsgericht in Cottbus eröffnet. Das Resultat der abzuschließenden Verträge wird laut Auskunft des Insolvenzverwalters die Zukunft der Firma, den Support und die Zulassungen sichern.




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