26.06.2013
aerokurier

Dassault Systems stellt fliegendes Fahrrad vorFliegendes Fahrrad von Dassault Systèmes vorgestellt

Es klingt futuristisch und ist es auch: Das französische Softwarehaus Dassault Systèmes hat auf dem 3DExperience Customer Forum in Mannheim ein funktionierendes fliegendes Fahrrad vorgestellt.

Das Konzept funktioniert, das haben die drei beteiligten Unternehmen bereits in diesem Monat demonstriert, als sie in Prag das Flying Bike zum Ertsflug in die Luft gehen ließen. Bei dem Projekt des fliegenden Fahrrads verfolgen Dassault Systèmes, Evektor und Duratec nach eigenen Angaben keine kommerziellen Interessen, sondern wollten lediglich ein attraktives und praktisches Produkt entwerfen und in Prototypenform realisieren.

Das Rad wurde mit Hilfe der 3DExperience-Softwareplattform von Dassault systèmes komplett virtuell entwickelt und getestet. Die Konstrukteure haben verschiedene Konfigurationen eines solchen Fluggeräts im Computer getestet und entschieden sich dann für einen Multicopter, der von sechs feststehenden, horizontalen Propellern in die Luft gehoben wird. Die Software-Plattform ermöglichte es den Unternehmen, jeweils an ihrem Firmensitz zu arbeiten, und die Arbeitsergebnisse in einen stets aktualisierten Datensatz einfließen zu lassen. Die sechs Motoren werden allerdings nicht mit Muskelkraft des fliegenden Pedalritters angetrieben, sondern mit Energie aus einem Satz Lithium-Polymer-Batterien mit einer Gesamtleistung von 50 Ah. Die reichen nach Berechnungen der Konstrukteure für rund fünf Minuten Flugzeit, aber immerhin für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Geschwindigkeitsrekorde mit Muskelkraft sind von dem fliegenden Rad allerdings nicht zu erwarten, denn das Luftfahrzeug kommt auf eine Leermasse von 95 kg und eine maximale Abhebemasse von 170 kg.

Die vier Hauptmotoren treiben mit ihren je 10 kW je einen Propeller mit einem Durchmesser von 1,2 Meter an. Je zwei Propeller sind in Koaxial-Konfiguration in einer Ummantelung untergebracht. Die beiden seitlichen Stabilisierungspropeller haben einen Leistungsbedarf von 7 kW und einen Durchmesser von 65 cm.

An eine Serienfertigung des fliegenden Fahrrads ist nicht gedacht.



Weitere interessante Inhalte
Bestes Wetter, beste Stimmung Jubiläumstreffen: 25. Sachsenmarathon

27.07.2017 - 72 Ultraleichtflugzeuge, drei Länder und rund 1130 Kilometer in der Luft – die Höhepunkte der 25. Auflage des Sachsenmarathons. … weiter

ICON A5 Leitender Ingenieur stirbt bei Absturz

09.05.2017 - Ein Amphibienflugzeug von ICON Aircraft ist in der Nähe des Testgeländes des Herstellers verunglückt. Beide Insassen sind bei diesem Unfall ums Leben gekommen. … weiter

Überladung Luftrecht: Vertrag oder Gefälligkeit?

29.04.2017 - Ein UL verunglückt mit zwei Personen an Bord, der Pilot stirbt. Im Rechtsstreit um Ansprüche des Mitfliegers haben Gerichte nach sieben Jahren ein Urteil gefällt. … weiter

GP 15 Jet A AERO 2017: Peszke Glider steigt in Rennklasse ein

07.04.2017 - GP Glider beschränkt sich nicht mehr auf ULs und auf die 13,5-Meter-Klasse. Auf der AERO zeigt der polnische Hersteller mit Produktionsstätten in der Slowakei ein Modell für die Rennklasse, die GP 15 … weiter

In Eisenach geht's weiter AERO 2017: Flight Design präsentiert neues LSA in Friedrichshafen

07.04.2017 - Dass der vor allem für seine ULs bekannte deutsche Flugzugbauer auch die Echo-Klasse kann, hat er bereits mit der CTLS-ELA bewiesen. Nun kommt ein neuer Tiefdecker hinzu. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

aerokurier 08/2017

aerokurier
08/2017
28.06.2017

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Faszination: Die besten Fotos aus sechs Jahrzehnten Fliegen
- Zukunft der General Aviation: Elektroflug und Urban Mobility
- Wahre Legenden: Zehn Fluggeräte der Superlative
- Praxis: Überleben auf hoher See
- Pilot Report: Piper M350 im Test

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt

Be a pilot