31.07.2015
aerokurier

Drohnen sollen Internet verbreitenFacebook hat Riesen-Drohne entwickelt

Facebook hat den Prototyp einer Internet-Drohne namens Aquila vorgestellt, die das Internet in abgelegene Gegenden per Laser übertragen soll. Der Prototyp wird in diesem Jahr schon fliegen.

Facebook-Drohne Aquila im Halle Foto Facebook

Facebook hat einen Prototyp der Aquila-Drohne vorgestellt, mit der Internet in abgelegene Gegenden gesendet werden soll. Foto und Copyright: Facebook  

 

Das Facebook-Tochterunternehmen Connectivity Lab hat in den USA eine Drohne vorgestellt, die das Internet in abgelegene Gegenden bringen soll. Die Aquila genannte Drohne ist ein Nurflügler mit extremer Streckung und soll bis zu 90 Tagen in der Luft bleiben können. Das Fluggerät ist komplett aus Kohlefaserverbundwerkstoffen hergestellt und soll mit 400 Kilogramm weniger Masse aufweisen als ein Kleinwagen. Das aerodynamische Konzept von Aquila ist sowohl in Computersimulationen als auch mit kleinen Modellen bereits eprobt worden. Das Unternehmen hat die Drohne in den vergangenen 14 Monaten gebaut.

Gestartet wird das Unmanned Aerial System (UAS) mittels eines Heliumballons, der Aquila auf eine Höhe von 90.000 Fuß (27.432 m) befördert. Dort klingt sich das Gerät selbstständig aus und kreist in engen Kurven über seinem Einsatzgebiet. In der Nacht soll es auf 60.000 Fuß absinken und damit noch über den Flughöhen des normalen Luftverkehrs bleiben. Die Spannweite der Aquila gibt Connectivity Lab mit "der einer Boeing 737" an, also rund 36 Meter.

Ein anderes Technikteam bei Facebook, das so genannte "Laser Communications Team" in Woodland, Kalifornien, hat eine Übertragungstechnik per Laser übermittelt, damit Aquila seine Klientel sicher mit einer hohen Bandbreite mit Internet versorgen kann. Der Laser ist nach Angaben des Teams in der Lage, sich aus 16 Kilometern Entfernung stabil auf ein 10-Cent-Stück auszurichten. Die Übertragungsbandbreite liegt nach Angaben von Facebook bei 10 Gigabyte pro Sekunde. Facebook will die Aquila-Drohnen untereinander vernetzen, so dass sie als fliegendes Netzwerk die abgelegenen Regionen der Erde umkreisen. 

Der nächste Schritt ist nun der Erstflug des ersten Aquila-Prototypen sowie die Erprobung des Laserübertragungssystems unter realistischen Alltagsbedingungen. 

Facebook hat eine Organisation namens internet.org gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die vier Milliarden Menschen, die bislang keinen Internetzugang haben, mit diesem zu versorgen. Die Organisation sschreibt, sie wolle nicht Betreiberin des Netzwerkes sein, dass den Menschen das Internet zur Verfügung stellt, aber sie investiere, damit Technologien, die dieses Ziel erreichen können, schneller entwickelt werden können. 

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Volker K. Thomalla


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