28.02.2017
aerokurier

PorträtDominique Gisin: Von der Piste ins Cockpit

Mit der Goldmedaille in der Abfahrt 2014 erfüllt sich Skifahrerin Dominique Gisin einen Lebenstraum. Nach dem Ende ihrer Karriere sucht sie nun in der Luft die Herausforderung.

Dominique Gisin

Foto und Copyright: Andre Holzer / Engelberg Tourismus  

 

IN DIESEM ARTIKEL

Dominique, startest du jetzt als Berufspilotin durch?

Zurzeit studiere ich Physik und mache in meiner Freizeit die Berufspilotenlizenz. Es ist schwer zu sagen, wohin die Zukunft führt, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, später als Berufspilotin oder Fluglehrerin zu arbeiten.

Wie bist du denn zum Fliegen gekommen?

Nach den ersten größeren Erfolgen im Skisport riss ich mir bei einem Sturz das Kreuzband. Die Verletzung zog ernste Komplikationen nach sich, und es war mir in den darauffolgenden Jahren nicht möglich, bei weiteren Skirennen zu starten. Es war eine Zeit voller Rückschläge, und die Fliegerische Vorschule, die mir von einem Freund empfohlen wurde, bot eine willkommene Abwechslung. Dabei entdeckte ich die Leidenschaft fürs Fliegen und absolvierte die beiden Kurse so erfolgreich, dass ich in die Selektion der Militärpilotenanwärter aufgenommen wurde. Letztlich entschied ich mich aber für den Skisport und flog ab 2011 nur noch privat.

Helfen dir die Erfahrungen aus dem Skisport im Cockpit?

Ich bin es gewohnt, umsichtig zu planen und zielstrebig zu handeln, was mir jetzt als Pilotin natürlich zugutekommt. Außerdem hatte ich durch Kontakte aus dem Skisport, wie beispielsweise zu meinem Sponsor Breitling, einen leichteren Zugang zur Luftfahrt.

ae 02-2017 Dominique Gisin (02)

Inzwischen fokussiert sich Gisins Leidenschaft mehr auf das Cockpit. Foto und Copyright: Breitling  

 

Dank der Verbindung zu Breitling bist du zu Beginn deiner Pilotenlaufbahn sogar in den Genuss gekommen, in einer Aero L-39C Albatros abzuheben ...

Der Formationsflug mit dem Breitling Jet Team war ein eindrückliches
Erlebnis. Was die Piloten im Cockpit leisten, ist Präzisionsarbeit in Vollendung. Von Nigel Lamb erhielt ich ein Jahr danach eine Kunstflug-Einführung auf der MX2, wodurch ich viel über das Verhalten des Flugzeugs in Extremsituationen gelernt habe.

Wirbelst du auch privat durch die Luft?

Die Rundflüge, die ich ins Engel-bergertal unternehme, sind eher ruhiger Natur, interessieren würde mich eine Kunstflugausbildung aber auf jeden Fall!

Was reizt dich am Fliegen?

Ich liebe es, meine Heimat aus der Vogelperspektive zu entdecken. Diese Lichter, diese Farben: Es ist so schön hier, da erübrigen sich Ferien im Ausland. Die Freiheit, abzuheben und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ist für mich ein riesiges Privileg und ein wunderbarer Ausgleich.


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