14.05.2015
Erschienen in: 12/ 2011 aerokurier

LeichtflugzeugeJodel 120 - Die hohe Kunst des Holzflugzeugbaus

Jodel-Flugzeuge sind hierzulande selten geworden. Die einfach aufgebauten Holzflugzeuge überzeugen noch heute durch günstige Betriebskosten und erstaunliche Flugeigenschaften.

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Die schmalen Chromstreifen, die den dunkelgrünen Dekorstreifen von den andersfarbigen Bereichen absetzen, sind das berühmte i-Tüpfelchen auf einem bis ins Detail durchdachten und perfekt ausgeführten Werk. Wäre da nicht das markante 1950er-Jahre-Design, so würde jeder unvoreingenommene Betrachter Horst Bless´ Fleißarbeit in die Kategorie „Junges Gebrauchtflugzeug mit kaum Stunden“ einordnen – mindestens. Auch die Charakterisierung als „besser als neu“ ist im Fall dieser Jodel D120 definitiv keine Übertreibung.

Schon alleine diese makellose Oberfläche mit den drei fein auf einander abgestimmten Farben: Jaguar Racing Green betont den Bug, Mintgreen ziert die Flanken und Snowden-White bedeckt den Rücken und die Flächen.

Aber es ist nicht nur die glänzende Oberfläche, die den kleinen Zweisitzer zu einem unverwechselbaren Schmuckstück macht. Zahlreich sind die Details, die verraten, dass sein Besitzer unendlich viel Zeit und Sachverstand für die Verfeinerung der Technik aufgewandt haben muss.

Da ist zum Beispiel die aerodynamische Verkleidung des Pitotrohrs, die es in keinem Ersatzteillager gibt. Oder der blitzblanke Conti-Motor, der wie eben erst ausgepackt wirkt. Oder die hydraulische Scheibenbremsanlage, die an die Stelle der antiken Mechanik getreten ist. Oder der schöne Merville-Holzpropeller mit Messingbeschlägen, von Horst Bless eigenhändig restauriert und, wie könnte es anders sein, mit einem genau überlegten Farbschema dekoriert.


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