06.04.2017
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MotorAERO 2017: Bei Geiger hat der Wankel Zukunft

Im letzten Jahr präsentierte Geiger auf der AERO erstmals einen 100-PS-Wankelmotor. 2017 legen die Franken noch einen drauf.

AERO 2017 Geiger Motor (01)

Geiger Motor. Foto und Copyright: Markus Koch  

 

Auf der AERO 2016 präsentierte Geiger Motor GmbH aus dem fränkischen Eggolsheim erstmals einen 100-PS-Wankelmotor, der durch seine äußerst kompakten Abmessungen und einem sensationellen Eigengewicht auffiel: er wiegt ganze 31 kg, hinzu kommt ggf. noch ein Planetengetriebe mit weiteren 8 kg.

Im Laufe des letzten Jahres hat sich nochmals viel getan. Nunmehr zeigt Alexander Geiger seinen Motor auch in fester Kombination mit einem Generator, die das Triebwerk als Range-Extender empfiehlt. Seine elektrische Leistung beträgt 60 kw und die Ausgangsspannung ist im Bereich von 350 - 650 Volt wählbar. Das Gewicht liegt netto bei 65 kg. Lieferbar ist inzwischen auch eine kleinere Variante, die 20 kW leistet und nur 37 kg wiegt. Ob mit oder ohne integriertem Generator, auf die Motoren wartet ein breites Verwendungsspektrum, sei es zum Antrieb von UL-Helicoptern und Gyrocoptern oder auch als Range Extender für Multicopter. "Power to Weight Heroes" nennt Geiger seine Triebwerke.

AERO 2017 Geiger Motor (02)

Geiger Motor. Foto und Copyright: Markus Koch  

 

Und das ist nicht unbegründet: generell kalkuliert er mit einer Gewichtsersparnis von 35% gegenüber normalen Kolbenmotoren. Wie sieht es aber mit dem Treibstoffverbrauch aus? "Wir werden immer besser", sagt Geiger. Seine offiziellen Angaben gestaltet er weitgehend konservativ, um nicht zu übertreiben.

So hat er voriges Jahr für den 100-PS-Motor noch 20 l/h angegeben. Inzwischen, hat er uns anvertraut, sind jedoch Verbrauchswerte erzielt worden, die mit denen eines ROTAX 912 durchaus konkurrieren können. An seinem Messestand im Freigelände ist der 100-PS-Motor auch bei der Arbeit zu sehen.

Sofort fällt auch, wie vibrationsarm das Triebwerk läuft. Noch nicht "in action" zu sehen ist dagegen Geigers Vierscheiben-Wankel, ebenfalls eine Neuentwicklung. Er wiegt 97 kg und soll 200 PS leisten. Damit bietet er sich für zum Beispiel als Triebwerk für kleinere Hubschrauber, etwa der Robinson-Klasse, an. Fünf Jahre noch, sinniert Alexander Geiger, dann würde er seine Wankelmotoren am Markt etabliert haben.



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