21.02.2015
aerokurier

RFB Fanliner 1978: Flugbericht Rhein-Flugzeugbau Fanliner

Die Firma Rhein-Flugzeugbau ging bei ihrem Projekt Fanliner neue Wege in der Technik und im Design. Dieter Schmitt testete für die FLUG REVUE diese interessante Konstruktion und zeigte Vor- und Nachteile auf. An dieser Stelle veröffentlichen wir seinen Bericht von 1978 in einer gekürzten Fassung.

Ende der 1970er Jahre waren die deutschen Hersteller zwar führend im Segelflugzeugbau, bei den Reiseflugzeugen waren sie jedoch ins Hintertreffen geraten, analysierte Dieter Schmitt die damalige Situation. Der Autor sah den Wunsch vieler Piloten nach unkomplizierten und preiswert zu betreibenden Sport- und Reiseflugzeugen. Der fliegerische und technische Maßstab war seiner Ansicht nach  noch immer die Messerschmitt Taifun aus dem Jahre 1934. Im Fanliner von Rhein-Flugzeugbau aus Mönchengladbach vermutete der Pilot und Autor das Potenzial für den erhofften Fortschritt. Er berichtet.

Nach Erprobungen mit Segelflugzeugrümpfen und einigen Erfahrungen mit den Systemen ging man in die Planung für das erste Flugzeug, das ausschließlich für den Antrieb durch eine Mantelschraube konzipiert wurde: den Fanliner. Um die Entwicklungskosten der Zelle nicht zu hoch werden zu lassen, wurde ein erprobter Flügel verwendet. Dieser Flügel und Teile des Leitwerks stammen von Flugzeugen der US-Firma Grumman American, die durch die RFB-Schwesterfirma Sportavia-Pützer in der BRD vertrieben werden. Dagegen sind Antrieb, Triebwerk und Rumpf als jeweilige Komponenten im Flugzeugbau völlig neu, das gilt auch für deren Anordnung. Wie im Segelflugzeug sitzen die Piloten nun ganz vorn in einer aerodynamisch gut durchgebildeten Kabine aus GFK mit großen Plexiglasflächen.


WEITER ZU SEITE 2: Wankelmotor als Antrieb

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Patrick Holland-Moritz


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