15.01.2008
aerokurier

TankstelleKein Sprit von der Straßentankstelle!

Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) warnt Piloten davor, Kraftstoff für ihr Flugzeug von Tankstellen außerhalb des Flugplatzes zu beziehen, denn Flugbenzin (Avgas 100LL) muss frei von Alkohol sein.

Alkohole erhöhen die Löslichkeit von Wasser im Kraftstoff erheblich. Bei niedrigen Tempertauren, in denen sich Luftfahrzeuge weitaus häufiger aufhalten als Kraftfahrzeuge, scheidet sich das gelöste Wasser wieder ab. Das kann im Fluge zu Antriebsstörungen, im schlimmsten Fall zum kompletten Ausfall des Motors führen.

 Außerdem seien die Qualitätskontrollen bei Treibstoffen für Land- und Luftfahrzeuge unterschiedlich. Die Anforderungen an den Wasser- und Fremdstoffgehalt im Kraftstoff seien an der Straßentankstelle nicht so anspruchsvoll wie für Flugtreibstoffe. Würde man die Standards für Straßentreibstoffe auf dasselbe Niveau anheben, so der MWV, würde der Straßentankstellenpreis für hochoktanige Ottokraftstoffe dem von AVGAS 100LL nahekommen. 

Flughäfen würden zudem in produktspezifischen Tankfahrzeugen, die nur dieses Produkt befördern, beliefert. Der qualitätssichernde Aufwand sei somit wesentlich größer als bei Straßentankstellen, mit dem Ziel, immer saubere und spezifikationsgerechte Ware auf dem Flughafen zur Verfügung zu stellen.  Da 'normaler' Ottokraftstoff aus Straßentankstellen zur Minderung der CO²-Emissionen Bioalkohol enthalten muss, betont der MWV: 'Wer sicher ankommen will, kauft Flugkraftstoff nicht an der Straßentankstelle!'  (rst)










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