20.04.2012
aerokurier

AERO 2012: Volocopter als Zweisitzer Volocopter – ein neue Kategorie Fluggerät auf der AERO

Das Zeitalter der fliegenden Untertassen ist eingeläutet. e-volo aus Karlsruhe stellte auf der AERO den VC Evolution vor, eine Weiterentwicklung des spektakulären Volocopter, der im Oktober 2011 zum ersten Mal bemannt flog. <br />

AERO 2012 Volocopter als Zweisitzer

Noch sitzt Alexander Zosel obenauf. In einer künftigen Volocopter-Version "VC Evolution" wird sich die Passagierzelle unterhalb der Rotorenebene befinden. Foto und Copyright: © Frank Herzog/aerokurier  

 

Der Volocopter mit dem Namen VC Evolution, enthält eine an einem Karbonring aufgehängte Karbonzelle mit Glascockpit. Auf dem Ring befinden sich 18 Zweiblattpropeller (Durchmesser: je  1,70 m), die von Elektromotoren gespeist werden. Der Pilot steuert das gesamte System per Joystick, Pedale sind völlig überflüssig. Die Propeller allein sorgen für den Auftrieb und durch Drehzahländerung für die Steuerrichtung. Den Bau der Zelle (für ein- oder zwei Personen) und des mechanischen Aufbaus übernimmt DG-Flugzeugbau, die Propeller baut die Firma Helix GmbH.
Der Volocopter wird senkrecht gestartet und gelandet, die Reisegeschwindigkeit soll bei 54 Knoten (zirka 100 km) liegen, die Flugzeit bei (derzeit noch) einer Stunde. Geplant ist ein Reichweiten-Verlängerer, der die Elektromotoren zusätzlich mit Energie versorgen kann und die Flugzeit auf mehrere Stunden verlängert. Als maximale Flughöhe gibt der Hersteller 6500 Fuß an. Die Abflugmasse wird 450 kg betragen. Ein Gesamtrettungssystem soll das Fluggerät im Notfall sicher zum Boden bringen. Da der Volocopter laut Firmenangaben kinderleicht zu steuern ist, seine Motoren zudem 18-fach redundant, wird mit Unterstützung des DULV eine eigene Zulassung angestrebt, die als Unterkategorie im Bereich der UL-Helikopter angesiedelt sein könnte.
Alexander Zosel, Geschäftsführer von e-volo, beziffert die weitere Entwicklungs- und Flugtestzeit bis zur Serienreife mit etwa drei Jahren. In einem ersten Los sollen etwa 20 bis 30 Volocopter gefertigt werden. Die Volocopter-Entwicklung wird von Forschungseinrichtungen der Hochschule Karlsruhe und der Universität Stuttgart begleitet. 



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