11.02.2011
aerokurier

Schwere Zeiten für den Deutschen Hubschrauber-VerbandSchwere Zeiten für den Deutschen Hubschrauber Verband

Mit erheblichen Einsparungen, einer deutlichen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und einem neuen, interaktiven Internetauftritt will der Deutsche Hubschrauber Verband e.V. (DHV) die Herausforderungen der Zukunft meistern.<br />

Der DHV auf der AERO

Wie im Vorjahr werden sich die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Hubschrauber Verbands auch 2011 auf der AERO in Friedrichshafen präsentieren. Foto und Copyright: © Messe Friedrichshafen  

 

Dem Deutschen Hubschrauber-Verband e. V. (DHV) stehen harte Zeiten bevor. Mit einem stark abgespeckten Etat für 2011 soll der Verband wieder auf Kurs gebracht werden und die positiven Zahlen erreichen, die noch bis 2007 Standard waren. Zudem war der DHV im letzten Jahr verjüngt worden, mit Thomas Hein war ein jüngerer Vorsitzender gewählt worden, auch in den erweiterten Vorstand zogen jüngere Vertreter ein. Altlasten, bestehend aus Verträgen mit der ILA, müssen noch beglichen werden. Ihre Rückzahlung war aufgrund eines Missverständnisses nicht planmäßig verlaufen und hatte die Kasse des DHV im zurückliegenden Jahr zusätzlich erheblich belastet. Zum Stichtag 31. 12. 2010 war die Ausgabenseite des DHV deutlich höher als die Einnahmenseite; sie wird fast ausnahmslos aus Mitgliedsbeiträgen getragen. Der DHV verfügt derzeit über 133 aktive Mitglieder, davon 59 Firmenmitglieder und 74 Einzelmitglieder.

Auf der Jahresversammlung des DHV am 10. Februar in Frankfurt stellte der Vorstand eine neue Budgetplanung vor, die insbesondere in den Bereichen Internet, Reisekosten und Personal-/Beraterkosten erhebliche Reduzierungen vorsieht. Auch die mit jährlich 25000 Euro zu Buche schlagende Mitgliedschaft in der European Helicopter Association (EHA) konnte durch erfolgreiche Verhandlung des neuen Vorstands um 5000 Euro reduziert werden. Eine Mitgliedschaft dort ist erforderlich, wenn der Verband bei europaweit wichtigen Entscheidungen für die Helikopterbranche mitsprechen will. Bei den relevanten Behörden, wie beispielsweise bei der EASA, finden im Gegensatz zur EHA einzelne Länderorganisationen kaum Gehör.

Neu ist auch die interaktive Internetseite www.dhv-org.de. Sie wurde, nachdem der bisherige Partner seinen Vertrag ebenso wie das DHV-Büro in Hamburg gekündigt hatte, komplett neu gestaltet. Der DHV-Vorstand rechnet damit, dass sich einzelne Mitgliedsunternehmen dort einbringen und aktiv an der weiteren Gestaltung des DHV mitwirken werden. Probleme bereiten der Branche die verschärfte Verordnungen für Landeplätze an Krankenhäusern sowie die neue Luftverkehrssteuer (Ticketsteuer). Sie wird auch erhoben für an Bord von Helikoptern beförderte Personen und bedeutet für Helikopterbetreiber erhebliche finanzielle Mehrbelastungen. Als neues Domizil verfügt der DHV nun über ein Büro im Hubschraubermuseum Bückeburg; der Sable Platz 6 in Bückeburg gilt für den Drehflüglerbereich als eine sehr gute Adresse.

Bei nur einer Enthaltung und einer einzigen Gegenstimme sprachen sich die DHV-Mitglieder in Frankfurt für eine zehnprozentige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aus. Die Erhöhung tritt bereits für das laufende Jahr 2011 in Kraft, um die Defizite des Vorjahres so schnell wie möglich wieder ausgleichen zu können. Mehrheitlich votierten die DHV-Mitglieder auch für den Erhalt von HeliAlert, wenn auch vorübergehend nur in kleinem Rahmen.  Die beim DHV angesiedelte Arbeitsgemeinschaft von derzeit 19 Helikopterunternehmen kann im Katastrophenfall zusätzliche Helikopterkontingente inklusive Personal bereitstellen. Es existiert eine bundesweite Alarmnummer, koordiniert wird dies über die Zentrale des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e. V. (MHW). HeliAlert wird vorrangig unterstützt durch ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder. Wenn sich die Finanzen des DHV erholt haben und Sponsoren gefunden sind, will der Verband über eine Erweiterung der Aktivitäten bei HeliAlert nachdenken, bei der dann auch Berater gegen Entgelt tätig werden können.




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