25.04.2014
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Schweizer Luftretter wollen Gebirgsrettung noch besser machenJahresbilanz der Rega

Unter dem Motto "Wir wollen bei jedem Wetter retten!" lanciert die schweizerische Luftrettungsorganisation Rega Maßnahmen, mit denen ihre Hubschrauber in der Zukunft auch bei Nebel und Schneefall fliegen können.

EC145 - Rega

Die Rega setzt die EC145 von Airbus Helicopters vorwiegend in den tiefer gelegenen Regionen der Schweiz ein. Foto und Copyright: Airbus Helicopters  

 

Auf der Rega-Jahrespressekonferenz in Zürich betonte Rega-Chef Ernst Kohler, dass seine Organisation künftig noch mehr Menschen in Not helfen wolle und ein neues Kapitel in der Luftrettung im Gebirge schreiben wolle. Allein in der Schweiz können annähernd 600 Menschen pro Jahr wegen schlechten Wetters nicht aus der Luft versorgt werden. Es könne nicht sein, dass ein Baby, das drigend medizinische Hilfe benötige, mit einer Ambulanz aus dem Engadin nach Zürich gefahren werden müsse, nur weil es stark schneit, betonte Kohler.

Zur Verbesserung der Situation schult die Rega bereits jetzt ihre helikopterpiloten für IFR-Flüge. Ein Großteil des Tranings absolvieren die Piloten im neuen Flugsimulator für den Rettungshubschrauber Da Vinci von AgustaWestland. Als nächstet rüstet die Luftrettungsorganisation dann das MUuster auf den IFR-Betrieb um.

Da derzeit nur an wenigen Orten der Anflug im Instrumentenflugverfahren möglich ist, will die Rega in den kommenden Jahren gemeinsam mit der schweizer Luftwaffe und der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide entsprechende Verfahren entwickeln. Zudem wid geprüft, allwettertaugliche Helikopter zu beschaffen. Sie sollten laurt Rega-Vorstellungen mit einer Enteisungsanlage ausgerüstet sein, aber dürften nicht zu schwer sein, um nach wie vor problemlos auf den Krankenhauslandeplätzen und an Unfallstellen landen zu können. Mittelfristig sollen auch die drei Rega-Ambulanzjets vom Typ Challenger CL-604 und das Helikoptermuster  EC145 ersetzt werden.

Im Rückblick auf das Jahr 2013 verzeichnet die Rega erneut steigende Gönnerzahlen (59.000 neue Abschlüsse; Gönner sind Bürger, die die Rega durch ihre Mitgliedsbeiträge unterstützen. In der Schweiz ist das die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung). Auch die Einsatzzahlen blieben weitgehend stabil, obwohl sie mit 13793 Rettungseinsätzen 1,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs blieben.  




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