09.08.2010
aerokurier

Günther Zimmer tödlich abgestürztGünter Zimmer tödlich mit Helikopter verunglückt

Bei einer Flugvorführung im Rahmen der Weißrussischen Hubschraubermeisterschaft nahe der Hauptstadt Minsk verunglückte der deutsche Helikopterpilot Günter Zimmer (74) am 8. August tödlich.

DHC Zimmer

ZWEI JAHRZEHNTE erfolgreich im Helikopter-Cockpit, dabei bodenständig und stets gut gelaunt: Günter Zimmer, Preisträger der Rotorcraft Gold Medal 2010. Foto: DHC  

 

Günter Zimmer war fliegerisches Urgestein, ein Mensch der immer gut gelaunt zu sein schien und viele Menschen an der Faszination des Helikopterfliegens teilhaben ließ. Seit 1961 flog Zimmer, mehr als 4500 Flugstunden standen in seinem Logbuch, und seit mehr als 20 Jahre war er auch Mitglied im Deutschen Hubschrauber Club (DHC), für den er national wie international an zahlreichen Wettbewerben teilnahm. Erfolgreich war der aus Dinslaken stammende Zimmer, der ein Bergungs-Tauchunternehmen betrieb, mit Copilot Lothar Oehler in den Jahren 1997 und 1998, als beide gemeinsam Deutsche Meister beziehungsweise Vizemeister wurden.

Die FAI würdigte Zimmers fliegerische Leistungen und sein Werben für den Helikoptersport mit der goldenen Rotorcraft-Medaille, die offiziell im Oktober in Dublin übergeben werden sollte. Mit seiner schwarzen MD 500 zog Zimmer auch bei den Freestyle-Wettbewerben immer die Blicke auf sich, wenn er seine markanten Flugvorführungen präsentierte. In Minsk hatten Zimmer/Oehler an der Offenen Weißrussischen Meisterschaft 2010 als eine von zwei deutschen Crews teilgenommen. Nach dem zweitägigen Wettbewerb flog Zimmer seine Freestyle-Kür, wie so häufig bei Wettbewerben. Er saß allein in seiner MD 500, als der leichte Turbinenhelikopter aus einem tief-geflogenen Looping heraus hart auf dem Boden aufschlug und sofort in Flammen aufging.

Da die Untersuchung des Flugunfalls von der weißrussischen Militärstaatsanwaltschaft geleitet wird, und es sich dabei um keine ICAO-Ermittlungsbehörde handelt, ist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig nicht an der Unfallermittlung beteiligt. Normalerweise wird die BFU aktiv oder von anderen Untersuchungsbehörden angefordert, wenn ein deutsch-registriertes Luftfahrzeug im In- oder Ausland verunglückt.

Günter Zimmer hinterlässt seine Ehefrau, die selbst eine erfolgreiche Helikopterpilotin war, sowie drei Kinder.




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