29.07.2014
aerokurier

Spannende Titelkämpfe in EisenachEigner/Strohmaier sind Hubschraubermeister 2014

Nach drei hart umkämpften Wettbewerbstagen mit Wetterkapriolen rund um die Wartburg im thüringischen Einsenach holten sich Martin Eigner und Thorsten Strohmeier auf R44 den ersehnten Titel des Deutschen Hubschraubermeisters 2014.

Die Offene Deutsche Hubschraubermeisterschaft (ODM), frei auch für Gastteams aus andere Ländern, erfreut sich großer Beliebtheit unter den Besatzungen. Dem wurde die jüngste ODM am letzten Juliwochenende in Eisenach auch wieder gerecht. Die Zuschauer sahen an drei Wettbewerbstagen hochklassigen Helikoptersport, den die russischen Besatzungen dominierten. Dennoch war es mehr als erfreulich, dass sowohl deutsche als auch schweizerische unhd österreichische Crews mit ihren Leistungen überzeugen und die Phalanx der Russen zumindest stückweise durchbrechen konnten.

An den Start in Eisenach-Kindel gingen 20 Crews aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Polen und Russland. Dazu kamen zwei Teams, die länderübergreifend unterwegs waren: eine Mixed-Crew kam aus Österreich und aus Deutschland, eine andere aus der Schweiz und aus Deutschland.

Nach den vier Disziplinen Navigation, Hoverparcours, Fender Rigging und Slalom holten die Helikopterweltmeister Alexander Zhuperin/Nikolai Burov (auf R44) den Gesamtsieg mit 1126,3 von 1200 möglichen Punkten mit deutlichem Abstand vor ihren Landsleuten Maxim Sotnikov/Vasily Golovkin (R44/1089,6 Punkte). Den hervorragenden dritten Platz erflog sich der Salzburger Stefan Seeg mit seinem deutschen Copiloten Christian Korb (R44, 1078,6 Punkte). In der rein deutschen Wertung siegten Martin Eigner und Thorsten Strohmaier (971,1 Punkte). Sie sind die neuen Deutschen Hubschraubermeister 2014. Vizemeister wurden Sebastian Fuhr/Felix Michnacs (R44, 935,6 Punkte). Rang drei belegten Frederik Weiß/Helmut Brandt (R44, 883,3 Punkte). Während Fuhr/Michnacs und Weiß/Brandt in der Juniorenwertung auf den Plätzen eins und drei landeten, schoben sich die Newcomer aus der Schweiz, Stefan Maier und Sabina Graf (R22), auf den für sie sensationellen zweiten Rang. Für die beiden war es die erste Meisterschaftsteilnahme überhaupt, und mit Sabina stand diesmal auch die einzige Frau auf dem Siegertreppchen. Ein Junior ist übrigens ein Pilot, dessen Erfahrung als verantwortlicher Flugzeugführer (PIC) weniger als 250 Stunden beträgt.

Bei der ODM in Eisenach  wurden vier Disziplinen geflogen: Am ersten Tag fand unter zuerst marginalen, dann aber gut fliegbaren Bedingungen, die Navigation über eine Flugzeit von rund 35 Minuten statt. Unterwegs mussten Zeichen am Boden zugeordnet und Pflichtmeldepunkte überflogen werden. Abschließend musste der Copilot einen Kegel aus dem Helikopter heraus in einer Dachluke versenken.

Der zweite Tag begann mit der technisch anspruchsvollen Disziplin Hoverparcours. Die Piloten schwebten in gleichbleibender Höhe vorwärts, rückwärts und seitwärts über eine vorgegebene Linie, drehten an vorgegebenen Punkten um die Hochachse und setzten abschließend den Helikopter möglichst punktgenau auf einer Markierung ab.

Nachmittags gab es das Fender Rigging. Eine Boje musste, geführt vom Co an einem Seil, in Tonnen versenkt werden. Die extrem kappe Zeit von nur 1:15 Minuten sowie das zusätzliche Duchfliegen von Toren forderte die volle Konzentration aller Crews. 

Den Abschluss am Sonntag bildete der beliebte Slalom, bei dem ein mit Wasser gefüllter Eimer durch einen Stangenwald manövriert wurde. Über einem Tisch musste der Pilot seinen Helikopter dann im Schwebeflug halten, während der Copilot den Eimer möglichst auf die Tischmitte setzen musste. Auch dieser Teil war mit einer knapp bemessenen Durchflugzeit ausgesprochen sportlich, aber für die Zuschauer umso spannnender, weil sie auch die unterschiedlichen Anflugtechniken sowie das sehr variable Absetzen oder besser "Abwerfen" des Eimers über dem Tisch genau beobachten konnten. Vor der Siegerehrung flogen einige Besatzungen die Disziplinen nochmal ganz langsam fürs Publikum.

Die Offene Deutsche Hubschraubermeisaterschaft 2014 endete mit einem großen Siegerbankett, bei dem auch die Schiedsrichter und die vielen freiwilligen Helfer geehrt wurden, denn ohne deren Engagement und ehrenamtlichen Einsatz könnten Meisterschaften wie die in Eisenach gar nicht stattfinden.  



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