09.04.2014
aerokurier

Ein Panel für den Volocoptere-volo präsentiert sein Fluggerät mit einigen Neuerungen

Er thront als Eyecatcher gut sichtbar für die Besucher auf einem Podest im Eingangsbereich West: der Volocopter – das ungewöhnliche Fluggerät, das sich anschickt, die Welt der Drehflügler zu revolutionieren.

Aero 2014 evolo Cockpit

Das Cockpit des Volocopter nimmt Konturen an. Neu sind Panel-Pilz und Joystick. Foto und Copyright: Frank Herzog  

 

Der Volocopter ist aus Carbon. Ein Carbonring ist bestückt mit 18 Elektromotoren, die von einer Batterie gespeist werden und ihrerseits kleine Zweiblatt-Propeller antreiben. Seit seinem Erstflug im Winter 2013 wurde einiges an der Elektronik verbessert, zudem sieht das Cockpit des Zweisitzers jetzt fast wie das eines echten Helikopters aus, denn sein Hersteller e-volo aus Karlsruhe hat dem Fluggerät ein echtes Panel verpasst. Der nach den Konturen der Volocopter-Zelle geformte kompakte Pilz beinhaltet zwei Displays von Becker, mit doppelter Redundanz, falls mal ein Bildschirm ausfallen sollte. Auf dem rechten Systemdisplay werden alle relevanten Parameter, wie beispielsweise der Zustand der Batterien, dargestellt. Der linke Bildschirm ist für die Navigation.

Aero 2014 evolo von oben

Sicher und extrem leicht zu bedienen - Das Fluggerät der Zukunft: Volocopter. Foto und Copyright: Frank Herzog  

 

Alexander Zosel, Geschäftsführer bei e-volo, berichtete im Gespräch mit dem aerokurier, dass man jetzt auch einen neuen Motorcontroller habe, der erheblich besser als bisher reagiere. „Das ermöglicht höhere Beschleunigungswerte. Die einzelnen Motoren können schneller arbeiten ihre Enegie übertragen und das gesamte System ist damit nicht mehr so träge wie noch bei unseren ersten Testflügen. Das hatte uns damals nicht zufrieden gestellt.“

Ende 2014 soll die VVZ für den Volocopter erreicht sein. Noch während der AERO wird es dazu detaillierte Gespräche mit dem DULV geben. Das primäre Ziel von e-volo ist es, das sicherste und dabei einfachste Fluggerät zu schaffen. Und während der kompakte Zweisitzer erst mal nur als Fun-gerät mit einer maximalen Geschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt ist, denkt Zosel bereits über eine größere  Vermarktung nach, etwa mit einem Viersitzer, der dann auch kommerziell genutzt werden könnte. Das könnte geschehen, wenn sich das System Volocopter etabliert und bewährt hat. Die derzeitigen Entwicklungskosten in Höhe von etwa acht Millionen Euro würden dann nochmals um ein Vielfaches höher ausfallen – im Augenblick daher eher Zukunftsmusik. Aber das galt für den Volocopter vor weniger als zwei Jahren ja auch mal...



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