24.06.2009
aerokurier

ADAC SimulatorADAC-Luftrettung: HEMS Trainingszentrum nimmt Betrieb auf

Am Flugplatz Bonn/Hangelar hat die ADAC-Luftrettung das weltweit modernste Hubschraubersimulatorzentrum in Betrieb genommen. Weltweit einmalig ist, dass in der HEMS Academy (HEMS = Helicopter Emergency Medical Service) nicht nur Helikopterpiloten sondern auch Notärzte und Rettungsassistenten, die auf einem Rettungshubschrauber fliegen, umfassend und nach internationalem Standard trainiert werden können.

Heli Simulator ADAC Hangelar

Die Dome der Flugsiumulatoren in der HEMS-Academy haben einen Durchmesser von etwa sieben Metern. Zehn Hochleistungsrechner sorgen dafür, dass die elektrischen Linearaktuatoren der Bewegungsplattform sechs Freiheitsgrade ermöglichen. Foto und Copyright: © aerokurier / Renate Strecker  

 

Die beiden Fullflight-Simulatoren (FS 1 und FS 2) des britischen Herstellers cueSim befinden sich noch in der Endphase der Zulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt, da noch eine komplexe Software angeglichen werden muss. In der endgültigen Konfiguration können dann Piloten Mustereinweisungen und Checkflüge auf dem Simulator absolvieren, ohne dafür in ein echtes Helikoptercockpit steigen zu müssen. Die Zulassung der Simulatoren erfolgt nach dem derzeit höchsten europäischen Standard (JAR-FSTD H, Level B).

Im FS 1 wird die EC135 generiert (mit ihren jeweiligen Triebwerksvarianten Turbomeca T2/T2i und Pratt & Whitney P2/P2i), mit analogen Instrumenten und einem elektronischen CPDS (CPDS = Central Panel Display Sys-tem).

FS 2 verfügt über ein EFIS und kann nicht nur als EC145-Simulator eingesetzt werden sondern ist auch umrüstbar auf die EC135-Typen. Auf beiden Mustern ist die ADAC-Luftrettung vornehmlich über dem Bundesgebiet im täglichen Einsatz.

Die Simulatoren sind für die fliegerische Aus- und Weiterbildung von Helikopterpiloten konzipiert, diese umfassen halbjährliche Checkflüge ebenso wie Mustereinweisungen, die IFR-Ausbildung  oder Lehrgänge zum Crew Ressource Management (CRM).

Für die Schulung des medizinischen Helikopterpersonals steht neben einem kompletten EC135-Kabinen-Mockup „Christoph Sim“, ein authentisch eingerichteter „Schockraum“ zur Verfügung, in dem die Übergabe des Patienten wirklichkeitsnah simuliert werden kann. Von einer Konsole aus kann der Ausbilder, ähnlich wie im Cockpit des Simulators, Notsituationen einspielen.

Die Gäste der Einweihungsfeierlichkeiten konnten live miterleben, wie eine simulierte Rettungsmission abläuft. ADAC-Präsident Peter Meyer übernahm selbst die Moderation eines „Einsatzfluges“ an Bord von FS 1 als auch die „Verlegung“ eines Patienten in ein Herzzentrum. Beides wurde jeweils per Video-Kamera auf eine große Leinwand übertragen, original Funkverkehr der Besatzungen und Herzfrequenz des „Dummys“ inklusive.




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