13.05.2012
aerokurier

Hawker Beechcraft will bis Jahresende Chapter 11 verlassen

Kurz vor dem Kollaps hat das US-Traditionsunternehmen eine freiwillige Restrukturierung nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts eingeleitet. Der Plan: Gläubiger sollen zu Anteilseignern werden.

Hawker-Tails

Hawker Beechcraft war auf der EBACE 2012 mit zahlreichen Jets vertreten (Foto: Karl Schwarz).  

 

Nach verzweifelten Bemühungen um andere Lösungen sah das Management in Wichita Anfang des Monats nur noch einen Ausweg, um die erdrückende Schuldenlast von 2,5 Millarden Dollar loszuwerden: Chapter 11. Das jetzt laufende Verfahren soll dazu dienen, die Verbindlichkeiten in Anteile an Hawker Beechcraft umzuwandeln. Damit entfielen mit einem Schlag Zinszahlungen von 129 Mio. Dollar jährlich.

Unterstützt werden soll der Neustart durch einen Hilfskredit in Höhe von 400 Mio. Dollar. Wer letztlich die neuen Eigner werden ist offenbar noch unklar. Nach dem Verlassen des Chapter 11, das bis Ende des Jahres möglich sein soll, wird aber Goldman Sachs nur noch einen kleinen Anteil via Unternehmensanleihen halten.

Derweil versuchte Hawker Beechcraft auch  in Genf, wieder Vertrauen bei Kunden und Zulieferern zu gewinnen. Letztere hatten in den vergangenen Monaten, als sich die Krise immer mehr verschärfte, nur noch zögerlich dringend nötige Einbaugeräte und Bauteile bereitgestellt. Die Zulieferkette wieder in Gang zu bringen ist nun eines der vordringlichsten Aufgaben des Managements in Wichita.

Shawn Vick, Exwecutive Vice President for Customers, gab sich auf der EBACE-Pressekonferenz zuversichtlich. Es seien im Rahmen von Chapter 11 keine Entlassungen geplant, und „wir haben in den letzten zwei Wochen eine Reihe von Flugzeugen verkauft“. Besonders  gut am Mark halten sich derzeit die King-Air Familie und der Geschäftsreisejet Hawker 900XP. Was Produktverbesserungen angeht flog am 3. Mai die Hawker 400XPR.



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