06.05.2008
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Speyer kann ausgebaut werdenSpeyer darf länger werden

Der Verkehrslandeplatz Speyer kann ausgebaut werden. Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium genehmigte mit der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses die Verlängerung der Start- und Landebahn von rund 1220 auf 1680 Meter.

Mit der Baumaßnahme sollen europäische Vorgaben für den Geschäftsflugverkehr erfüllt werden.
Etwa zehn Millionen Euro sollen für den Ausbau aufgebracht werden. 1,2 Millionen seien bereits für Vorleistungen aufgewendet worden. 80 Prozent der förderfähigen Kosten trägt das Land Rheinland-Pfalz. 18 Monate Bauzeit sind veranschlagt. Die Vergrößerungspläne werden seit rund 15 Jahren verfolgt.  

"Das Land leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung des Flugplatzes sowie zur Förderung der Metropolregion Rhein-Neckar", so der Verkehrsminister des Land Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering (SPD). Nach dem Ausbau wird der Flugplatz Speyer der einzige Verkehrslandeplatz in der Metropolregion Rhein-Neckar sein, auf dem Geschäftsreiseflugzeuge mit Strahltriebwerken auch im gewerblichen Verkehr starten und landen dürfen. Alternative Standorte zur Verwirklichung des Ziels, die Nachfrage im Marktsegment des Geschäftsreiseverkehrs bedienen zu können, hätten nicht zur Verfügung gestanden, so der Minister.

"Nachdem weder der Verkehrslandeplatz Mannheim noch der Militärflugplatz Mannheim/Colemann realistische Alternativen darstellen, kommt Speyer eine besondere Bedeutung zur infrastrukturellen Sicherung des Luftverkehrs in der Metropolregion Rhein-Neckar zu", betonte Hering.

Gegenstand des Planfeststellungsbeschlusses ist die Verlängerung der Start- und Landebahn von derzeit 1 226 Meter auf 1 677 Meter. Der Beschluss sieht einen landschaftspflegerischen Begleitplan vor, in dem Vermeidungs-, Minderungs- und Kompensationsmaßnahmen verbindlich festgestellt wurden.

Für die Städte Mannheim und Worms, die sich für ihre jeweiligen Flugplätze auch Hoffnungen auf eine Förderung für einen Ausbau gemacht hatten, scheint nun klar, dass sie bei ihrer derzeitigen Größe bleiben werden. Das Land hatte stets betont, nur einen Platz in der Region fördern zu wollen. Die Bagger werden allerdings nicht schon morgen anrollen. Angesichts drohender Klagen rechnet die Industrie- und Handelskammer damit, dass frühestens in einem Jahr mit dem Ausbau begonnen werden könne.
Auch bei der Flugplatzgesellschaft rechnet man mit Widerständen, gibt sich aber optimistisch. Geschäftsführer Dr. Michael Keller ist überzeugt, dass innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre mit den Bauarbeiten begonnen werde.
Speyer verfügt neben der Asphaltbahn über eine rund 1000 Meter lange Grasbahn.
(MS)







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