30.11.2016
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UNESCO-InitiativeTaugt Dübendorf als Weltkulturerbe?

Der Flugplatz Dübendorf ist die Wiege der Schweizer Luftfahrt und einer der ältesten zivil gegründeten Flugplätze der Welt. Nun engagieren sich verschiedene Akteure um eine Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe.

Flugplatz Dübendorf

Foto und Copyright: VBS  

 

Die Aufnahmekriterien für die UNESCO-Welterbeliste sind klar definiert. Schützenswert, so besagen es die Richtlinien, ist beispielsweise ein Typus von Gebäuden, architektonischen und technologischen Ensembles, die bedeutsame Abschnitte der Menschheitsgeschichte versinnbildlichen. "Die Berninabahn wurde als Meisterleistung des Schweizer Bahnbaus in das Weltkulturerbe aufgenommen", erklärte Architekt Pit Wyss unlängst in einem Interview. "Was liegt da näher, als den Flugplatz Dübendorf, der bekanntlich die Wiege der schweizerischen Luftfahrt ist, ebenfalls aufzunehmen?" Der einstige Präsident der Stadtzürcherischen Vereinigung für Heimatschutz setzt sich seit geraumer Zeit für den Erhalt des Dübendorfer Flugplatzes ein. Um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, reichte er beim Kanton Zürich eine Einzelinitiative ein: Der Erhalt des Flugplatzes soll künftig durch einen kantonalen Verfassungsartikel garantiert und die Unterschutzstellung als UNESCO-Weltkulturerbe aktiv gefördert werden.

Ideelle Unterstützung erhielt er von Adolf Flüeli. Der Zürcher reichte beim schweizerischen Bundesamt für Kultur einen Antrag zur Aufnahme des Flugplatzes Dübendorf als UNESCO-Weltkulturerbe der Luftfahrt ein. Im Zentrum des Antrags steht das Argument, dass der Dübendorfer Flugplatz der vermutlich älteste zivil gegründete, nahezu vollständig erhaltene sowie permanent genutzte Flugplatz der Welt ist, der mit einer bogenförmigen Anordnung historisch wertvoller Gebäude die Gründungsepoche einzigartig repräsentiert. Der Flugplatz soll vollumfänglich erhalten und in seiner ganzen Vielfältigkeit weiter betrieben werden – im Gegensatz zum Berliner Flughafen Tempelhof, den die Bürger des Wahlbezirks Schöneberg-Tempelhof zwar als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz stellen wollten, der aber dennoch geschlossen wurde.


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