05.06.2017
aerokurier

Red Bull Air RaceDolderer verpasst das Podest

Matthias Dolderer hat den Sprung auf das Siegerpodest bei der dritten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft in Chiba knapp verpasst. Der 46-Jährige traf in Japan im Final 4 ein Pylon und musste sich daraufhin mit dem vierten Rang zufrieden geben. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Yoshihide Muroya, der seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholen konnte. Die Plätze zwei und drei gingen in die Tschechische Republik: Petr Kopfstein wurde Zweiter, Martin Šonka Dritter.

Matthias Dolderer

Matthias Dolderer darf sich nun keine Fehler mehr erlauben. Foto und Copyright: Matthias Dolderer  

 

 

Für das Podest hat es Matthias Dolderer in Chiba nicht gelangt: Im Final 4 traf der 46-Jährige – wie bereits beim Rennen in San Diego – ein Pylon und kassierte dafür eine Drei-Sekunden-Strafe. „Es war eigentlich eine perfekte Woche, aber am drittletzten Gate hat mich der Wind reingeschoben und ich habe es touchiert. Das ist Racing“, so Dolderer. „Aber es ist ärgerlich, dass ich wieder so kurz vor Schluss den zweiten oder ersten Platz weggegeben habe.“
 
Am Ende blieb die Uhr für Matthias Dolderer inklusive der Drei-Sekunden-Strafe nach 57,943 Sekunden stehen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Yoshihide Muroya in 55,288 Sekunden. Der Japaner profitierte bei seinem Erfolg nicht nur vom Mißgeschick Dolderers, sondern auch von einem Fehler von Martin Šonka aus der Tschechischen Republik. Der bisherige WM-Spitzenreiter erzielte die schnellste Netto-Zeit, kassierte aber eine Zwei-Sekunden-Strafe und wurde mit 56,533 Sekunden hinter seinem Landsmann Petr Kopfstein (55,846) Dritter.

Für Muroya, der durch den Sieg mit nunmehr 30 Punkten die Führung im WM-Ranking vor Šonka übernommen hat, war es der zweite Sieg in Folge bei seinem Heimrennen. Dolderer belegt im Gesamtklassement aktuell mit 23 Zählern den dritten Rang: „Wir sind jetzt sieben Punkte hinter den beiden Spitzenreitern. Die können auch Fehler machen, aber ich darf mir jetzt keine Fehler mehr erlauben.“
 
In der ersten K.-O.-Runde des Tages, der Round of 14, hatte sich Dolderer souverän gegen Cristian Bolton aus Chile durchgesetzt. Nach einem fehlerfreien Lauf blieb die Uhr für den Tannheimer nach 55,805 Sekunden stehen. Damit war er über drei Sekunden schneller als sein Kontrahent. Es folgte die Round of 8 und damit das Duell gegen den Qualifying-Sieger Pete McLeod. Dolderer musste vorlegen, flog in 55,333 Sekunden eine sehr gute Zeit und setzte den Kanadier damit unter Druck. Der war zwar bei der ersten Zwischenzeit noch schneller als der Deutsche, riskierte dann aber zu viel, überschritt das G-Limit und erhielt ein DNF (Did Not Finish).
 
Die nächste Station in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 ist Budapest am 1. und 2. Juli. Das Rennen feiert in diesem Jahr ein Jubiläum, ist die ungarische Hauptstadt doch bereits zum zehnten Mal Gastgeber eines Red Bull Air Race. Aufgrund der einzigartigen Kulisse mit dem Parlamentsgebäude im Hintergrund gehört Budapest zu den beliebtesten Locations unter den Piloten und bei den Fans. Im vergangenen Jahr sicherte sich Matthias Dolderer dort den Sieg.




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