02.06.2014
aerokurier

Erfolgreicher Erstflug im MorgengrauenDie Solar Implulse 2 fliegt

In den frühen Morgenstunden des 2. Juni hob die Solar Impulse 2 zum ersten Mal von ihrem Heimatflugplatz Payerne in der Schweiz ab. Das Flugzeug wird ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben.

Der Morgen des 2. Juni 2014 erwachte gerade erst über dem Genfer See, als Testpilot Marcus Scherdel ins enge Cockpit der Solar Impulse 2 kletterte und sich auf den Start vorbereitete. Auf einen Start, den insbesondere Bertrand Piccard und Andé Borschberg, die beiden "Väter" des Projekts Solar Impuse, sehnlichst ertwartet hatten, und den sie sehr emotional vom Boden aus begleiteten. Beide wollen mit der Solar Impulse 2, gebaut aus leichtem Carbon (2300 kg) und mit einer Spannweite von 72 Metern (mehr als bei einer Boeing 787-8I) im nächsten Jahr um die Erde fliegen. Für die notwendige Energie sorgen 17.000 Solarzellen, die ihrerseits vier Elektromotoren antreiben. Die Zellen können sich bei Tag aufladen und ermöglichen Flüge bei Nacht. Beide Piloten müssen sich bei ihrer Weltumrundung abwechseln, denn das Cockpit des Flugzeugs ist nur für einen Piloten ausgelegt.

Um exakt 5.36 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit hob die Solar Impulse 2 nach einer sehr kurzen Beschleunigungsstrecke von der Pise des Militärflugplatzes Payerne ab. Der Flug dauerte 2:17 Stunden. Bei der Landung, die ebenso wie der Start per Video verfolgt werden konnte, radelten zwei Mitarbeiter auf die Bahn. Sie nahmen jeweils direkt unter den Tragflächen Position ein und stützen diese. Damit verhinderten sie, dass sih die riesigen Tragflächen beim Sitillstand des Flugzeugs auf die Erde senkten und dabei beschädigt wurden.

Nach dem sehr erfolgreichen Erstflug, der bis auf eine Höhe von 5500 Fuß (1670 m) führte, bei einer Maximalgeschwindigkeit von 30 kts (56 km/h) folgen eine Reihe von weiteren Testflügen, an deren Ende die Zulassung des Experimentalflugzeugs steht. 



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