Learjet 85 erhält Tragflächen Der Learjet 85 erhält seine Flächen

Der Erstflug des Learjet 85 rückt näher: Das erste Tragflächenpaar ist im Learjet-Werk in Wichita eingetroffen und wird für die Vereinigung mit dem Rumpf vorbereitet.

FTV1 ist die eher schlichte Bezeichnung für ein sehr wichtiges Flugzeug, den ersten fliegenden Prototypen des Learjet 85. Die Tragflächen für FTV1 sind jetzt im Learjet-Werk in Wichita eingetroffen und werden demnächst mit dem Kunststoffrumpf vereinigt. Bombardier nennt keinen Termin für den Erstflug des größten und schnellsten Learjets, aber er kann nicht mehr lange auf sich warten lassen, da die Zulassung für Ende 2013 angepeilt ist.
Mit dem Learjet 85 schlägt Bombardier in mehrfacher Hinsicht ein neues Kapitel auf. Es ist der größte Learjet und zugleich der erste, der aus Verbundwerkstoff gebaut wird. Er wird zugleich der erste nach FAR Part 25 zugelasse Business Jet sein, der vollständig aus Composite gebaut ist. Im Business-Jet-Programm des Herstellers ist der neue Learjet zwischen dem Learjet 60 und der Challenger 300 angesiedelt.
Bombardier hatte das Konzept 2007 vorgestellt, verbunden mit dem Ziel, die größte und komfortabelste Kabine im „Midsize“-Segment anzubieten. Die acht bis zehn Passagiere werden dort Unterhaltungselektronik und Ausstattung vom Feinsten vorfinden. Mit seinen PW307B-Triebwerken von Pratt & Whitney Canada soll der Learjet 85 eine maximale Reisegeschwindigkeit von 470 KTAS erreichen und eine Reichweite von 3000 NM.
Eine wichtige Rolle bei der Produktion des Learjet 85 spielt das Bombardier-Werk im mexikanischen Querétaro. Dort werden bedeutende Teile aus Kunststoff für den großen Learjet gefertigt wie etwa die Tragflächen. Die Endmontage, die Lackierung und die Testflüge dagegen werden nach derzeitigem Planungsstand in Wichita/USA erfolgen.

MS



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