10.07.2012
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Chinesen wollen HBC kaufenChinesen wollen Hawker Beechcraft kaufen

Der US-Flugzeughersteller Hawker Beechcraft verhandelt mit dem chinesischen Luftfahrtunternehmen Superior Aviation über einen Verkauf. Im Gespräch ist ein Kaufpreis 1,79 Milliarden Dollar.

Hawker Beechcraft King Air 250

Hawker Beechcraft hat auf der NBAA die King Air 250 vorgestellt. Foto und Copyright: © Hawker Beechcraft Corporation  

 

Hawker Beechcraft befindet sich seit geraumer Zeit in finanziellen Schwierigkeiten und hat angesichts einer erdrückenden Schuldenlast von 2,5 Millarden Dollar Anfang Mai Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Das Verfahren soll dazu dienen, die Verbindlichkeiten in Anteile an Hawker Beechcraft umzuwandeln. Am Ende würde eine Umstrukturiering des Unternehmens stehen, die nach bisherigen Überlegungen Ende 2012 zu einem vorläufigen Abschluss kommen soll.
Mit einem Verkauf an die Chinesen würden diese sich in den Besitz von wertvoller Business-Jet-Technologie bringen. Dem chinesischen Business-Jet-Markt wird ein großes Wachstumspotenzial nachgesagt. Hawker Beechcraft hat zudem einige General-Aviation-Modelle im Programm, die für China sehr interessant sind.
Superior Aviation in Peking ist ein 60/40-Gemeinschaftsunternehmen aus der privaten Beijing Superior Aviation Technology Co. und der staatlichen Beijing E-Tong International Investment & Development Co.
Stellungnahmen aus dem Managment von Superior Aviation deuten darauf hin, dass es ihnen derzeit nicht darum geht, die Produktionsanlagen nach China zu verlagern. Stattdessen soll zunächst das Überleben Hawker Beechcrafts gesichert werden.
Einem Verkauf müssen sowohl die chinesische Regierung als auch das US-Insolvenzgericht und die Behörde für ausländische Investitionen CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) zustimmen.
Ausgenommen von einem Verkauf an die Chinesen wäre wohl in jedem Fall der Unternehmensteil Hawker Beechcraft Defense Company (HBDC), der sich mit Militärtechnik beschäftigt. HBDC stellt unter anderem den T-6-Trainer her.
Wenn die Gespräche mit Superior Aviation erfolgreich verlaufen, würde das US-Insolvenzgericht ein Bieterverfahren eröffnen, an dem sich auch andere Unternehmen beteiligen könnten.




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