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Technik

Pratt & Whitney F135

Muster (Type)
Turbofan für Kampfflugzeuge


Land (Country)
USA

Hersteller (Manufacturer)
Pratt & Whitney Military Engines
400 Main Street
East Hartford, Connecticut 06108

Tel.: 001-860-565 43 21
Internet: www.pw.utc.com


Aufbau (Architecture)
Bläser mit drei BLISK-Stufen (abgeleitet vom F119 aber mit höherem Massendurchsatz), sechsstufiger Hochdruckverdichter (mit BLISKS ausgestattet, dreht entgegen der Niederdruckwelle, abgeleitet vom F119), Brennkammer (abgeleitet vom F119, Temperaturen über 2200 Grad Celsius, einstufige Hochdruckturbine (abgeleitet vom F119, aber mit verdoppeltem Kühlluftfluss, Drehzahl über 15000 U/min), zweistufige Niederdruckturbine (in der STOVL-Version wird das Drehmoment der Turbine über ene Kupplung an den LiftFan von Rolls-Royce übertragen), Nachbrenner (bei der STOVL-Version lässt sich die Düse in 2,5 Sekunden um bis zu 95 Grad nach unten schwenken), FADEC (von Hamilton Sundstrand).

Versionen (Variants)
F135-PW-100: Basisvariante, für konventionelle F-35A-Version (US Air Force) des Joint Strike Fighter (JSF)
F135-PW-400: Variante für die F-35C der US Navy zum Einsatz auf Flugzeugträgern
F135-PW-600: Senkrechtstart-Variante für die F-35B (STOVL, Short Take-off Vertical Landing)


Leistung (Rating) 
191,35 kN
F135-PW-600 im STOVL-Modus: 174,54 kN (Triebwerksschub 79,04 kN, LiftFan 79,04 kN, Rollsteuerdüsen 16,46 kN)

Nebenstromverhältnis (Bypass Ratio)
0,57:1
Massendurchsatz (Mass Flow)
139 kg/s
Gesamtdruckverhältnis (Overall Pressure Ratio)
35:1

Abmessungen (Dimensions)
Länge (Length):
F135-PW-100/-400: 5,588 m
F135-PW-600: 9,373 m
Durchmesser (Diameter): 1,295 m  

Massen (Weights)
Trockenmasse (Dry Weight):  k. A.

Anwendungen (Use)
Lockheed Martin F-35

Geschichte (History)
Im Oktober 2001 bekam Pratt & Whitney vom US-Verteidigungsministerium den Auftrag zur Entwicklung des Antriebs für den Joint Strike Fighter im Wert von rund vier Milliarden Dollar. Das F135 ist vom F119-Triebwerk der Lockheed Martin F-22 abgeleitet und besitzt daher einen ähnlichen Aufbau.  Es soll bei allen F-35-Versionen zum Einsatz kommen und mit dem Alternativantrieb F136 des GE Rolls-Royce Fighter Engine Team austauschbar sein.

Eine technologische Besonderheit stellt die STOVL-Version für Kurzstarts und Senkrechtlandungen dar. Hier überträgt eine 1,82 Meter lange Welle über eine spezielle Kupplung das Drehmoment der Niederdruckturbine zum LiftFan. Dieser besteht aus zwei gegenläufigen Bläsern (Durchmesser 1,270 m) welche die Turbinenleistung in Schub umwandeln und zugleich Luft für die Rollsteuerdüsen liefern. Unter dem LiftFan sitzt eine Schubdüse (Variable-Area Vane-Box Nozzle, VAVBN), die den Strahl um bis zu 54 Grad schwneken kann.

Der Erstlauf der konventionellen Version des F135 fand am 11. Oktober 2003 statt. Die erste STOVL-Variante folgte am 14. April 2004. Den Erstflug in der F-35A absolvierte das Triebwerk am 15. Dezember 2006.

05.01.2009



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