Der Weg zur Ultraleichtflug-Lizenz
Sicher, umweltfreundlich und preiswert - Ultraleichtflugzeuge
Ultraleichtflugzeuge haben einen entscheidenden Trumpf bei der Flugsicherheit: Sie müssen mit einem Rettungsgerät ausgestattet sein. Im Falle eines Falles schießt der Pilot die Rakete aus, der Fallschirm entfaltet sich, so dass Flugzeug im Idealfall mehr oder weniger sanft landet.
Hersteller anderer Flugzeugklassen entdecken diesen Lebensretter erst seit kurzem, und das auch nur zögerlich.
Apropos Sicherheit: ULs werden in Deutschland nach strengen Vorschriften zugelassen, den so genannten Lufttüchtigkeitsforderungen für aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge (LTF-UL). Erst wenn der Hersteller alle Nachweise erbracht hat, dass sein Flugzeug diesen Vorschriften genügt, erhält er die Musterzulassung und darf sein Produkt vermarkten. Nicht umsonst sind viele ULs Musterbeispiele für modernen Leichtbau.
Trotzdem hält sich die Bürokratie bei der Zulassung eines ULs – verglichen mit dem Motorflug – noch in Grenzen, so dass die Preise vergleichsweise moderat geblieben sind. Ein gutes, gebrauchtes Dreiachs-UL kann man für mit etwas Glück für 30000 Euro und weniger erstehen. Umgekehrt ist es aber auch kein Kunststück, 100000 Euro und mehr in einen fliegenden Edel-Renner mit modernster Instrumentierung zu investieren. Nicht jeder Pilot braucht freilich ein eigenes UL: Auch die Charterpreise bewegen sich ein gutes Stück unter dem Niveau von Motorflugzeugen.
Ganz nebenbei dürfen sich Ultraleichte mit dem Titel der „grünen Flugzeugklasse“ schmücken. Strenge Lärmgrenzwerte und moderne Motoren schonen die Nerven der Flugplatz-Anwohner, senken den Verbrauch und damit die Betriebskosten. Zwischen 12 und 18 Liter Super Plus pro Stunde verbraucht ein modernes UL, das meist mit einem 80 bis 100 PS starken Viertakter ausgestattet. Viele Motorflugzeuge mit ihren veralteten Flugmotoren schlucken mindestens das Doppelte – und brauchen teures Avgas mit Bleianteilen.
Beliebt und weit verbreitet - Ultraleicht Eurostar Foto und Copyright: aerokurier / Holland-Moritz
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