Wetter behindert Training des Air Race am EuroSpeedway
Schlechte Sicht, tiefe Wolken und Regen haben den zweiten Trainingstag des Red Bull Air Race auf dem EuroSpeedway in der Lausitz behindert. Der dritte Trainingslauf am Morgen fiel aus, der vierte und letzte Lauf des zweitägigen Trainings fand am Nachmittag zum Teil bei leichtem Regen statt.
Das letzte Rennen der Saison 2010 der Red Bull Air Race Series verspricht einiges an Spannung: Noch können drei Piloten sich den Weltmeistertitel holen. Neben dem Briten Paul Bonhomme, der das Gesamtklassement noch mit 53 Punkten anführt, haben auch der österreichische Pilot Hannes Arch (48 Punkte) sowie der Brite Nigel Lamb (47 Punkte) eine reale Chance, nicht nur das Rennen am Sonntag, sondern auch das Gesamtklassement zu gewinnen.
Den heutigen Trainingslauf über dem EuroSpeedway entschied Hannes Arch für sich. Er durchflog mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 370 km/h den Kurs mit sechs Air Gates und drei Schikane-Pylonen. Seine Zeit betrug 1:12:01 min. Paul Bonhomme beendete das Rennen mit dem zweiten Platz. Er war mit 360 km/h langsamer als Arch und erreichte einer Zeit von 1:13:03 min. Dritter wurde Nicholas Ivanoff aus Frankreich, der mit 1:13:87 min eine ausgezeichnete Zeit flog. Seine Geschwindigkeit wurde mit 366 km/h gemessen, allerdings flog er größere Kurven als Bonhomme, und legte so eine größere Strecke zurück und kam so trotz der höheren Geschwindigkeit nur auf den dritten Platz. Matthias Dolderer aus Tannheim landete nach einem Pylon-Hit auf einem der hinteren Plätze.
Das Training dient dazu, dass sich die Piloten mit dem Kurs vertraut machen können. Für das Qualifying am Samstag und das eigentliche Rennen am Sonntag spielt das Training keine Rolle.
Das Zuschauerinteresse ist nach Veranstalterangaben groß. Die Karten für den Renntag am Sonntag seien bereits fast alle verkauft. Eine große Unsicherheit für das Rennen stellt allerdings noch das Wetter dar: Bei schlechten Wetterbedingungen oder starken Winden von über 44,45 km/h behält sich das Rennkomitee vor, den Wettbewerb zu verschieben oder teilweise oder ganz ausfallen zu lassen.
Im nächsten Jahr wird es kein Red Bull Air Race geben, der Veranstalter will "eine Pause einlegen", um die organisatorischen Strukturen des Rennens neu zu ordnen, langfristige Verträge mit ausrichtenden Städten zu schließen, die Sicherheit weiter verbessern, um das volle Potenzial dieser neuen Sportart zu erschließen.
vom Lausitzring berichtet Volker K. Thomalla 06.08.2010
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