Weltflug von Reiner Meutsch in Memphis gelandet
Nach 154 Flugtagen ist die Crew Reiner Meutsch/Arnim Stief mit ihrer Piper Cheyenne I in Memphis, Tennessee, gelandet. Für den Flug von Vicksburg nach Memphis wählten sie eine geringe Flughöhe, um die Landschaft zu genießen.
Der 154. Flugtag der Weltumrundung führte die beiden Piloten Reiner Meutsch und Arnim Stief von Vicksburg nach Memphis. Die kurze Distanz von 188 NM überwinden die beiden in einer Stunde Flugzeit. Um zehn Uhr morgens verstauten die beiden Piloten ihr Gepäck im Auto und fuhren zum Vicksburg-Tallulah Regional Airport(KTVR), wo sie das kostenfrei überlassene Auto wieder bei Jeff, dem Airport-Manager, abgaben. Gebühren fallen an dem Flugplatz auch keine an. Reiner Meutsch: "Amerika ist wirklich ein Paradies für Piloten."
Er berichtet über den Flug mit seinen eigenen Worten: "Für den Flug heute wählen wir wieder eine geringe Flughöhe, um die Schönheit der Landschaft rund um das Tal des Mississippi zu genießen. Jede Menge Baumwollplantagen liegen unter uns, kaum Ortschaften, und der Fluss fließt ruhig dahin. Langsam verfärben sich die Wälder, es wird Herbst. Am Himmel ist nicht eine Wolke zu sehen, es ist fast windstill – was für ein Genuss.
Nach einer Stunde Flugzeit erreichen wir Memphis, die größte Stadt im Bundesstaat Tennessee. Memphis liegt am Ostufer des Mississippi und hat rund 674.000 Einwohner. Nachdem Walther, der Flughafenmanager, unsere Cheyenne betankt hat, führt er uns zu einem Hangar. Hier sind historische Flugzeuge wie die P-51 Mustang untergestellt, die teilweise noch aus der Zeit des 2. Weltkriegs stammen. Alle sind sehr gepflegt und gut in Schuss. Mit dem Taxi geht es im Anschluss ins Holiday Inn Downtown.
Im Jahr 2009 lag Memphis in der Forbes-Liste der gefährlichsten Städte der USA auf Platz zwei. Auf unseren bisherigen Stationen der Weltumrundung haben wir gelernt, mit solchen Warnungen umzugehen. Im Gespräch mit den Hotelangestellten bekommen wir wichtige Hinweise, an welchen Orten es brenzlig werden könnte.
Zu Fuß erkunden wir am Nachmittag Memphis, doch obwohl wir in einer Großstadt sind, wirkt alles wie ausgestorben. Auf der Main Street sind kaum Passanten unterwegs und im größten Shoppingcenter sind wir die einzigen Besucher! Gut die Hälfte der Geschäfte hat aufgegeben und musste schließen – eine Folge der hohen Arbeitslosigkeit.
Während der Bürgerrechtsbewegung im April 1968 kam der Baptistenpastor Martin Luther King in die Stadt. Am Abend des 4. April wurde er auf dem Balkon des Lorraine Motels erschossen. Unvergessen ist heute sein Ausspruch „I have a dream“.
Auch in musikgeschichtlicher Hinsicht ist Memphis ein bedeutender Ort – sowohl für die Entwicklung des Blues und Soul als auch für die des Rock’n Rolls. Elvis Presley ist wohl der bekannteste Sohn der Stadt und auch viele andere Rockgrößen begannen hier ihre Karriere.
Am Abend schlendern wir durch die Beale Street, wo sich eine Musik-Bar an die nächste reiht. Morgen geht es dann nach „Graceland“, dem Anwesen und der letzten Ruhestätte von Elvis."
In Vicksburg stellte der Flugplatz den Weltumrundern ein Auto kostenfrei zur Verfügung. Foto und Copyright: © Reiner Meutsch/Fly and Help
VKT 15.10.2010
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