Pilot Report: Thielert-Cessna 206
Das erste Flugzeug, das in den Genuss der Umrüstbarkeit auf den neuen Thielert-Motor Centurion 4.0 kommt, ist die Cessna 206.
Der Sechssitzer, auch bekannt als Stationair, befindet sich überall auf der Welt im Einsatz. In entlegenen Regionen plagt das robuste Nutzflugzeug allerdings zunehmend ein Problem: Avgas-Mangel.
So manches in Afrika oder Südamerika eingesetzte Exemplar muss deshalb am Boden bleiben. Vor diesem Hintergrund kommt die Umrüstmöglichkeit auf ein Kerosin-Triebwerk äußerst gelegen.
Als Flugmotor ist der Centurion 4.0 bereits seit August 2006 zugelassen. Die ergänzende Musterzulassung für den Einbau in die Stationair TC der Serie H wird in wenigen Wochen vorliegen. Damit lassen sich Flugzeuge, die ab 1998 gefertigt wurden, auf den sparsamen V8 umrüsten.
Bei Thielert Aircraft Engines ist man sich sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis sich auch Flugzeuge der Serien F und F umbauen lassen. Damit kämen alle 206er ab 1972 in den Genuss des neuen Antriebs. Im Gegensatz zum Centurion 1.7 darf der allerdings nur mit Jetfuel betrieben werden. Der Grund: Autodiesel unterliegt zu großen Qaulitätsschwankungen. Für Thielert ein zu großes Risiko.
Die Motorleistung des Thielert-Triebwerks entspricht mit 310 PS exakt der Leistung des ursprünglich in der T206H installierten Lycoming TIO-540-AJ1A. Billig kommt die Umrüstung auf den Turbodiesel aus Sachsen allerdings nicht. Sie kostet 119000 Euro zuzüglich Steuer. Wie sich die 206 danach fliegt, beschreibt der Pilot Report im aerokurier 4/2007.
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