Der französische Unimog: Max Holste Broussard
Die französische Broussard ist so etwas wie der Unimog der Lüfte: kraftvoll zupackend, zuverlässig und unglaublich solide gebaut. Eine davon fliegt in Bayern.
Die M. H. 1521 Broussard, die französische Interpretation der Beaver, kann ihrem Besitzer vieles bieten. Nur eines lässt sie nicht zu: Man kann nicht verbergen, das man mit ihr geflogen ist. Das Ölaroma, das sie beständig verströmt, geht augenblicklich auf denjenigen über, der sie zum Leben erweckt.
Die kantige Einmot mit dem auffälligen Doppelleitwerk wurde in der ersten Hälfte der 1950er Jahre von der Société des Avions Max Holste für das französische Militär konstruiert. Die Firma mit Sitz in Reims, deren Ursprünge in das Jahr 1933 zurückreichen, hatte sich zuvor einen Namen gemacht mit dem Modell 152, einem Ganzmetall-Beobachtungsflugzeug ähnlich der Do 27, allerdings mit Doppelleitwerk.
Deren größere, schwerere und doppelt so leistungsstarke Nachfolgerin war die M. H. 1521, die den Beinamen "Le Broussard" (Deutsch: Buschmann) erhielt. Der Prototyp flog erstmals 1952.
Immerhin 366 Einheiten wurden bis 1961 in Reims gebaut, die allermeisten für die französische Armee. Die Serienflugzeuge erhielten den 450 PS starken R-985-Neunzylinder von Pratt & Whitney. Die Franzosen setzten den ungemein robusten und geräumigen Sechssitzer für die unterschiedlichsten Aufgaben ein: als Verbindungs- und Beobachtungsflugzeug, als Verwundetentransporter und Photoaufklärer.
Die Aufklärer konnten, mit Zusatztanks unter den Flächen, zehn Stunden in der Luft bleiben. Ein Trichter in der Kabine mit Außenablauf zeugt von der Vorsorge für dabei zwangsläufig auftretende menschliche Bedürfnisse. Während des Algerienkrieges waren sogar mit Bomben und Raketen bewaffnete Broussard unterwegs.
Die phänomenale Steigleistung und die Schiebetür auf der linken Seite machen den soliden Schulterdecker besonders geeignet für Fallschirmabsprünge.
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Das fehlerverzeihende Einfachflugzeug: Ercoupe 415D
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