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300 Oldtimer lockten Tausende Besucher nach Riedlingen

Riedlingen 2010 Oldtimer T-6

Regelrecht „überfahren“ wurde die Fliegergruppe Riedlingen bei Ihrem 4. Riedlinger Oldtimer-Treffen am 1. August. Über 300 historische Fahrzeuge und 34 Flugzeuge fanden bei strahlendem Sonnenschein den Weg zum Donau-Flugplatz.

Der Glanz alter Karosserien, das Knattern von Motoren und eine Masse von Besuchern bestimmte die Atmosphäre am vergangenen Sonntag auf dem Riedlinger Flugplatz. Alle Oldtimer-Fans waren vereint, und doch hätten die Unterschiede kaum größer sein können: Vom Einzylinder-Moped mit 25 Kubikzentimetern Hubraum bis zur North American T-6 mit ihrem Neunzylinder-Sternmotor, der 600 PS aus 22 Litern Hubraum entlockt, war alles da. Reger Fahrbetrieb herrschte bei den Fahrzeugen, so dass die Besucher diese nicht nur stillstehend, sondern in Funktion und Aktion erleben konnten. Mehr als 2.000 Besucher ließen sich am Sonntag vom Oldtimertreffen der Fliegergruppe Riedlingen beeindrucken.

Nur ein Druck auf den Startknopf durch den Piloten Hansjörg Dümmel, und das mächtige Triebwerk seiner North American T-6 setzte sich in Gang. Der Propeller begann, sich langsam in Drehung zu setzen und ein Zylinder nach dem anderen zündete lautstark. Zunehmende Drehzahl und Leistung ließ den Boden am Flugplatz Riedlingen erbeben. Mit viel Knall und Rauch zog er die Blicke aller Zuschauer in seinen Bann. Mehrmals konnten die Besucher erleben, wie diese fast 70 Jahre alte Maschine in Riedlingen abhob. Insgesamt 34 historische Flugzeuge besuchten das Treffen.

Mehr als 250 Starts und Landungen, die Manfred Schlegel für das Publikum moderierte, zählte Flugleiter Dieter Pfender. Dabei war auch eine Messerschmitt Bf 108 Taifun, ein bereits 1934 entwickeltes, luxuriöses Schnellreiseflugzeug, das damals seiner Zeit weit voraus war. Der Luftsportring Laupheim kam mit einer Dornier Do 27, mit der Piper J-3C besuchte die Fluggruppe Albatros aus der Schweiz die Riedlinger. Piper baute das Flugzeug ab 1937 20.000 Mal. Mit dabei waren auch einige Doppeldecker vom Typ Stampe SV4, Bücker Jungmann und Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz. Das fliegerische Finale inszenierte die „Bravo-Lima“ Staffel. Die drei gelben Piper PA-18 Super Cub waren früher im Auftrag des Verlagshauses Burda zum Zwecke der Luftwerbung unterwegs. Mit ihrem Formationsflug begeistert das Trio heute wie früher das Publikum.

Bereits morgens ab halb zehn begann der Zustrom an Oldtimer-Fahrzeugen, der bis zum späten Nachmittag nicht abreißen wollte. „Zwischendurch hatten wir richtig Mühe, den Oldtimern überhaupt noch einen Platz bieten zu können“, resümiert Thomas Gairing, Chef-Organisator des Treffens. Mehr als 300 verschiedene Fahrzeuge zählten er und sein Team an diesem Sonntag. Manche Oldtimerbesitzer aus der Region nutzten den kurzen Anfahrtsweg und waren mit bis zu vier Fahrzeugen präsent. So gesellte sich zum „motorisierten Hochadel“ in Gestalt eines Rolls-Royce eine liebevoll gepflegte BMW-Isetta, die in purer Ironie eine weitere Isetta als Anhänger umgearbeitet und mit Schaufensterpuppen besetzt hinter sich herzog. Während die Besucher noch diesen Minimal-Autobau auf sich wirken ließ, wurden sie überrascht vom röhrenden Klang großvolumiger Achtzylinder-Motoren. Gleich eine ganze Gruppe mit amerikanischen Fahrzeugen war eingetroffen - an ihrer Spitze ein „gepimptes“ Ford A-Modell aus dem Jahr 1931.

Doch nicht nur Autos gab es zu sehen. Die Heinkel-Freunde richteten im Rahmen des Riedlinger Oldtimer-Treffens ihre südwestdeutsche Heinkel-Club-Ausfahrt aus. „Nach längerem Suchen hat die Fliegergruppe mit dem Oldtimertreffen ihre erfolgreiche Veranstaltung gefunden“, bilanzierte der sichtbar glückliche Erste Vorstand Dirk Heuser nach der Veranstaltung. Das Oldtimertreffen findet immer im ersten Sonntag in den großen Ferien statt. Im Jahr 2011 also am 31. Juli.

 

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Erfolgreiche Bilanz des vierten Riedlinger Oldtimertreffens: Viele Oldtimer aller Arten und zufriedene Zuschauer. Foto und Copyright: © Fliegergruppe Riedlingen

Manfred Schlegel 05.08.2010

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