Embraer Legacy 500: Triebwerke zum ersten Mal gestartet
Die Legacy 500, Embraers neues Business-Jet-Modell, ist einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Erstflug weiter: Embraer-Techniker haben erstmals die Triebwerke gestartet.
Nach dem Roll-out, das am 23. Dezember am Unternehmenssitz in São José dos Campos gefeiert wurde, ist der erste Triebwerkslauf ein weiterer Meilenstein in der Biografie des von Grund auf neu konstruierten Modells. Die Triebwerksläufe am Boden sind notwendig, um alle abhängigen Systeme wie etwa das Bordstromnetz, die Hydraulik, das FADEC und das Zusammenspiel von Avionik und Triebwerk zu testen. Der nächste bedeutende Schritt besteht in Rolltests mit Triebwerkshilfe. Der Erstflug ist jedoch erst für das dritte Quartal 2012 geplant.
Das Triebwerk der Legacy 500 stammt von dem US-Hersteller Honeywell. Es ist das HTF 7500E mit einer Startleistung von 6540 lbs. Es ist eine Weiterentwicklung der bekannten HFT7000-Serie und zeichnet sich durch Wartungsfreundlichkeit und niedrigen Schadstoffausstoß aus.
Das Legacy-500-Programm liegt ein wenig hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück, die Entwicklung der Software der Fly-by-wire-Steuerung hat sich als überaus herausfordernd erwiesen. Drei Prototypen werden das Testflugprogramm bestreiten, das mit der Zulassung in der zweiten Hälfte 2013 gekrönt werden soll.
Die Kabine ist 8,17 m lang und besitzt mit 1,82 m Stehhöhe. Bis zu zwölf Passagiere finden einen Sitzplatz. Embarer bietet mehrere Konfigurationen an, darunter solche mit einem dreisitzigen Sofa. Es gibt eine Bordküche, einen Waschraum und einen im Flug zugänglichen Gepäckraum, zusätzlich zu dem 3,11 m3 großen externen Gepräckraum. Die Inneneinrichtung wurde von BMW Group Designworks gestaltet.
Als Vertreterin der „Midsize“-Kategorie tritt die Legacy 500 unter anderem gegen die Citation Sovereign, die Challenger 300, die Gulfstream G150 und den Learjet 85 an.
Der Erstflug des zweistrahligen Jets ist nun auf das dritte Quartal 2012 verschoben worden. Foto und Copyright: © Embraer
MS 07.02.2012
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