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20 Jahre CitationJet

Cessna und die CJ-Familie

CJ4 im Flug

Cessna erinnert sich gerne an den Erstflug des CitationJets am 29. April 1991. Der Leichtjet ist enorm populär geworden und inspirierte eine erfolgreiche Flugzeugfamilie.

Cessna hat sich in diesem Sommer von der CJ1+ verabschiedet. Das Flugzeug mit der Seriennummer 701 ist das letzte Exemplar, das in Wichita gebaut worden ist.
Die CJ1+ stammt in direkter Linie von dem Begründer der CJ-Familie, dem CitationJet, ab. Die in jüngster Zeit nur noch auf kleiner Flamme weitergeführte Produktion des Leichtjets hat sich nicht mehr gelohnt, gerade einmal drei Exemplare hat Cessna 2010 ausgeliefert.
In ihren besten Zeiten, Ende der 1990er Jahre, brachte es die CJ1, wie sie seinerzeit hieß, auf 60 und mehr Auslieferungen pro Jahr. Die zuletzt etwa 5,15 Millionen Dollar teure CJ1+ füllte die Position zwischen der Mustang und der CJ2+ und hinterlässt somit eine Lücke.
Der CJ-Prototyp ist am 29. April 1991 erstmals geflogen. Die Entwicklungsingenieure standen Ende der 1980er Jahre vor der Aufgabe, einen neuen „Einsteiger“-Jet zu konzipieren, der den Verkaufserfolg der Vorgängermodelle wiederholen sollte. Besonderes Augenmerk legten die Konstrukteure  auf das Tragflächendesign – der CitationJet erhielt sogenannte echte „natural laminar-flow“-Flügel – und die neue Art der Aufhängung unterhalb des Rumpfes. Diese erlaubte eine höhere Kabine, als sie die Citation I hatte. Ein äußerliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Vorläufern war das T-Leitwerk, das zum Markenzeichen der CJ-Reihe werden sollte.
Aus Marketingsicht waren die Kosten ein durchschlagendes Argument: Cessna zielte mit dem CitationJet darauf ab, Turboprop-Halter in das Jetlager herüberzuziehen, und versprach niedrigere Betriebskosten. Bei Auslieferungsbeginn 1993 kostete ein CitationJet etwa 2,9 Millionen Dollar.
Der Erfolg gab den Marketingstrategen Recht: In jenem Jahr lagen bereits 100 Bestellungen vor. Der CitationJet wurde zu einem enorm populären Flugzeug.
Diesen Erfolg suchte Cessna mit den Modellen CJ1 und CJ2 zu verlängern, die gemeinsam auf der NBAA 1998 vorgestellt wurden. Die CJ1 präsentierte sich mit dem Pro-Line-21-Cockpit von Rockwell Collins und damit auf dem allerneusten Stand der Technik. Das Nachfolgemuster erforderte nur 60 Meter mehr Startstrecke im Vergleich zum CitationJet, flog aber weiter bei gleicher Zuladung. Die CJ2 hatte einen 132 Zentimeter längeren Rumpf und eine größere Spannweite.
In den Folgejahren stellte Cessna weitere Abkömmlinge vor, die jeweils etwas länger ausfielen: 2004 wurde die CJ3 zugelassen und 2009 schließlich die CJ4 als derzeit größtes Familienmitglied. Zwischendurch brachte Cessna die „Plus“-Version der CJ1 und CJ2 heraus, die sich unter anderem durch eine andere Avionik und digitale Triebwerkskontrolle (FADEC) auszeichnen. Mittlerweile hat Cessna mehr als 1450 CJ-Flugzeuge gebaut.
Die CJ-Familie hat eine überragende Bedeutung für Cessna, nicht nur in ökonomischer Hinsicht. Viele Ideen, die hier verwirklicht wurden, flossen in andere, größere Modelle ein wie die Citation X und die Excel.

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Das kleinste Mitglied der CJ-Familie, die CJ1+, wird nicht mehr gebaut. © Foto: Cessna

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