01.07.2013
aero.de

IKON: Keine Absprachen bei Type Ratings

Gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" hat sich IKON-Geschäftsführer Dr. Günter Kotzor erstmals öffentlich zu den Vorwürfen gegen die Erlanger Luftfahrerschule geäußert.

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) hatte der Erlanger Flugschule IKON am 20. Juni überraschend die Ausbildungserlaubnis entzogen. Die Behörde ist nach einem unangekündigten Besuch in Erlangen davon überzeugt, dass über IKON in mindestens vier Fällen Type Ratings für die BD700 (Bombardier Global) erworben wurden, obwohl Ausbildungs- und Prüfungsleistungen gar nicht oder zumindest nicht vollständig erbracht wurden (aero.de berichtete).
Alles Unsinn, meint Dr. Kotzor. "Jede Pilotenlizenz, die wir hier vor Ort prüfen und vergeben ist korrekt", sagte der Geschäftsführer gegenüber deen Nürnberger Nachrichten. Sollten sich die vom LBA angeführten Auffälligkeiten dennoch bestätigen, seien die Akten zwar über IKON gelaufen, "aber sie waren dann für mich nicht verdächtig. Und zu den Fluglehrern hatte ich vollstes Vertrauen."
Das LBA nimmt an, dass bei IKON Ausbildungsakten "im Zusammenwirken des Kandidaten, des Prüfers, des Ausbilders und des CFI/Geschäftsführers so erstellt wurde(n), als hätte die Ausbildung ordnungsgemäß stattgefunden". Dr. Kotzor weist den Vorwurf weit von sich, "dass wir konspirativ in irgendeiner Weise involviert waren". Absprachen bei Type Ratings habe "es niemals gegeben".

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aero.de / Dennis Dahlenburg



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