02.02.2015
aerokurier

Erstflug im MaiPilatus will Lufträume für PC-24-Erprobung

Pilatus will im Mai zum ersten Mal die PC-24 in die Luft bringen. Für die Erprobung hat der Hersteller die Einrichtung von Flugbeschränkungsgebieten beantragt.

Pilatus - PC-24 Zermatt (Pilatus)

Pilatus hat für die kommende Flugerprobung der PC-24 Flugbeschränkungsgebiete beantragt. © Foto und Copyright (Modellbild): Pilatus Aircraft  

 

Der Erstflug der PC-24 ist Mai 2015 geplant. Pilatus hat nun für die sichere Durchführung von Testflügen einen Antrag zur Errichtung eines temporär genutzten Luftraums gestellt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL führt zu diesem Zweck bei den betroffenen Kantonen, Gemeinden und Verbänden eine Anhörung durch.

Für die kommenden Testflüge mit der PC-24 möchte Pilatus im Gebiet südöstlich der Flugplätze Buochs und Alpnach fünf temporär aktivierbare Flugbeschränkungsgebiete errichten. Diese sollen individuell aktiviert werden können und werden normalerweise nicht alle gleichzeitig in Betrieb sein. Pilatus begründet diesen Antrag damit, dass die PC-24 deutlich schneller und höher fliegen wird als die bisherigen Pilatus-Flugzeuge. Zusammen mit dem BAZL, der Flugsicherung Skyguide, der Luftwaffe und den Aviatikverbänden hat Pilatus ein Luftraumkonzept erarbeitet, das sowohl den Sicherheitsanforderungen der Luftfahrt genügen als auch zu möglichst wenig Einschränkungen für andere Luftfahrtteilnehmer führen soll.

Das Luftraumkonzept beinhaltet neben den bestehenden militärischen Trainingsräumen insgesamt fünf temporäre Lufträume rund um den Flugplatz Buochs, welche in der Regel von Montag bis Freitag während den Betriebszeiten des Flugplatzes Buochs einzeln oder als zusammenhängende Räume belegt werden können und durch Skyguide bewirtschaftet werden.

Diese Lufträume sind begrenzt durch die Kontrollzone des Flugplatzes Emmen im Norden, den Sihlsee im Osten, Flüelen im Süden und dem Lungernsee im Westen. Vertikal reichen die Lufträume ab minimal 1500 Meter bis maximal 3950 Meter über Meer und tragen damit den Lärmschutzbedürfnissen der Bevölkerung Rechnung. Von den etwa 1100 Flugstunden, die in der Schweiz mit der PC-24 im Rahmen der Erprobung absolviert werden müssen, dürfte  ungefähr die Hälfte auf die tieferen Lufträume entfallen. Die Anhörung der betroffenen Kreise dauert bis zum 10. Februar 2015.



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