19.01.2008
aerokurier

10.12.2008 - Phenom 2Phenom 100 erhält Zulassung

Die Phenom 100 hat die erste Zulassungsurkunde einer zivilen Luftfahrtbehörde erhalten. Weitere werden folgen. <br />

Embr.Phenom 100

 

 

Die brasilianische ANAC gab dem Leichtjet aus dem Hause Embraer ihren Segen. Die wichtige US-Zulassung wird Ende der Woche erwartet. Die EASA-Zertifizierung steht zu Beginn des zweiten Quartals 2009 auf dem Programm.
Die Zulassung - sie beeinhalt Flüge in bekannte Vereisungsbedingungen - erfolgte etwas mehr als drei Jahre nach dem Programmstart und 18 Monate nach dem Erstflug. Embraer ist außerdem sehr stolz darauf, dass der fünf- bis achtsitzige Jet die angestrebten Leistungswerte teilweise übertroffen habe. So betrage die Reichweite  1178 NM statt 1160 NM (mit vier Insassen zuzüglich NBAA-IFR-Reserve). Besser als geplant fällt auch die Landestrecke aus, die bei 2699 Fuß (823 Meter) bei maximaler Landemasse liege. Das sind 301 Fuß (92 Meter) weniger als ursprünglich angenommen.
Die Zulassung umfasst ein optionales Startleistungs-Paket, das zu einer Startstrecke von 3125 Fuß (953 Meter) bei maximaler Startmasse führt. Die Standardstartstrecke beträgt 3400 Fuß (1036 Meter). Der Zweistrahler kann direkt auf seine Dienstgipfelhöhe von 41000 Fuß durchsteigen, auch bei höchstzulässiger Startmasse. Außerdem falle der Treibstoffverbrauch geringer aus als angekündigt. Auf langen Strecken könnten 3,6 Prozent gespart werden, so Embraer.
Als Antrieb dienen zwei PW617F-E von Pratt & Whitney Canada mit 1695 lbs Startleistung. Die maximale Reisegeschwindigkeit beträgt 390 KTAS. Typischerweise gibt es in der Kabine vier Passagiersitze. Die Inneneinrichtung wurde von BMW Group DesingworksUSA entworfen. Der Kaufpreis beträgt gegenwärtig noch 2,98 Millionen Dollar. In Kürze wird er auf 3,6 Millionen steigen. Etwa 850 Bestellungen sollen für die beiden Modelle Phenom 100 und 300 vorliegen.

Bis Jahresende will der brasilianische Hersteller die ersten zwölf Phenom 100 an ihre neuen Eigentümer übergeben. Im kommenden Jahr sollen bis zu 17 Flugzeuge pro Monat im Werk in Botucatu in Brasilien entstehen. Ein Endmontagewerk in Melbourne im US-Bundesstaat Florida soll 2010 den Betrieb aufnehmen.
(MS)



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