23.05.2013
aerokurier

Bombardier Challenger 350 vorgestelltEine neue Challenger: Bombardier stellt die 350 vor

Bombardier hat auf der EBACE die Challenger 350 vorgestellt, eine Weiterentwicklung des Erfolgsmodells Challenger 300. Die Neue hat neue Tragflächen, stärkere Triebwerke, größere Fenster und eine neu gestaltete Kabine.

Challenger 350

Neu von Bombardier: Challenger 350. Das neue Modell befindet sich seit März im Flugtestprogramm. © Foto: Bombardier  

 

Einen Erstkunden gibt es für die Challenger 350 auch schon: Netjets hat bereits im vergangenen Jahr 75 Challenger 350 fest bestellt und eine Option auf weitere 125 gezeichnet. Die ersten Flugzeuge wird der Fractional-Ownership-Anbieter, der an der Entwicklung des Modells maßgeblich beteiligt war, bereits im nächsten Jahr übernehmen. Das neue Modell kostet zirka 25,8 Millionen Dollar und damit eine Million mehr als die Challenger 300.

Die Challenger 350 besitzt neu konstruierte Tragflächen mit Winglets, die Spannweite beträgt 21 m und ist damit gut eineinhalb Meter größer als bei der Challenger 300. Dadurch fällt das MTOW um 1750 lbs (794 kg) höher aus und beträgt 40600 lbs (18415 kg). Dies ermöglicht der Neuen eine um 135 NM größere Reichweite, sie beträgt mit acht Passagieren 3200 NM.
Für den Vortrieb sorgen zwei HTF7350 von Honeywell mit je 7323 lbs (32,57 kN) Startleistung(Challenger 300: HTF7000 mit 6826 lbs/30,4 kN).
Damit ist die Challenger 350 das steigfreudigste Modell in Bombardiers Business-Jet-Programm und hängt sogar den Learjet 60 ab. Der neue Super-Midsize-Jet wird in 18 Minuten auf 41000 Fuß Höhe sein.
Die Kabine ist völlig neu gestaltet. Dank um 20 Prozent größerer Fenster gelangt mehr Tageslicht hinein. Bombardier wird das „niceHD“-Kabinenmanagementsystem von Lufthansa Technik installieren. Im Cockpit werden die Piloten eine neue Version der Pro-Line-21-Systems von Rockwell Collins vorfinden, das Synthetic Vision und „Mulit Scan“-Wetterradar bietet. Es wird zudem komplett papierlos sein.
Bombardier hat eine Challenger 300 auf den neuen Standard umgerüstet und unternimmt damit seit März Testflüge.



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