02.12.2008
aerokurier

26.11.2008 - Eclipse IIEclipse Aviation meldet Insolvenz an

Die Schuldenlast war erdrückend: Eclipse Aviation hat Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts beantragt. Mit dem Antrag wurden die Verbindlichkeiten des Minijetherstellers aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico offen gelegt. <br />

Eclipse 500_Flug

 

 

Die Liste der Gläubiger ist lang, die Beträge teilweise schwindelerregend hoch: Fuji Heavy Industries etwa, Lieferant der Tragflächen, wartet auf 31,8 Millionen US-Dollar. Bei Pratt & Whitney Canda sind es 30,1 Millionen, bei dem Leitwerkslieferanten Hampson Aerospace 31,3 Millionen. Die größten Außenstände verzeichnen die Unternehmen King Road Investments mit 92,3 Millionen und HBK Master Fund mit 84,9 Millionen US-Dollar. Die Verbindlichkeiten summieren sich, wie Eclipse Aviation mitteilte, auf mindestens eine Milliarde US-Dollar.

Das Unternehmen begründete die Insolvenz mit dem Umstand, dass es mit jedem gebauten Flugzeug mehr Geld verloren habe als ursprünglich angenommen. Es sei nicht gelungen, einen positiven Geldfluss zu erzielen.
Die Kapitel-11-Regelungen geben einem insolventen Unternehmen vorläufigen Schutz vor den Gläubigerforderungen und erlauben eine gerichtlich überwachte Reorganisierung der Finanzen. Eclipse Aviation kann somit weiterhin geschäftlich tätig sein und versuchen, die Firma neu zu strukturieren, während die Gläubiger sofort ihre Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einstellen müssen.

Möglicherweise wird der Großaktionär Etirc Aviation die Produktionsanlagen von Eclipse Aviation übernehmen und weiteres Kapital bereitstellen. Das luxemburgische Unternehmung ist derzeit der größte Teilhaber an Eclipse Aviation. Im Januar wird Eclipse in einem Bieterverfahren zum Kauf angeboten. Bis dahin werden die rund 950 Mitarbeiter wohl weiterbeschäftigt.

Finanzierungs-, Management- und Zulassungsprobleme beschäftigen Eclipse Aviation seit geraumer Zeit. Anzeichen dafür waren unter anderem die massive Preiserhöhung für die Eclipse 500, die überraschende Entlassung des Firmengründers Vern Raburn im Juli 2008, der Zusammenbruch des Großkunden DayJet und die vorübergehende Aussetzung der Lohnzahlungen im November.















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