27.08.2014
aerokurier

Spezialflugzeug aus den USAEbola-Patient fliegt mit Gulfstream

Ein mit dem gefährlichen Ebola-Virus infizierter Patient ist auf dem Luftweg in Hamburg angekommen. Möglich ist diese Art des Transports mit einer sehr speziellen Gulfstream III der US-Fluggesellschaft Phoenix Air.

Gulfstream III Phoenix Air

Für sehr spezielle Aufgaben: Gulfstream III der Phoenix Air (Archivbild). © Foto und Copyright: Phoenix Air  

 

Am Mittwochvormittag ist die Gulfstream III mit dem infizierten WHO-Mitarbeiter aus Sierra Leone auf dem Hamburger Flughafen gelandet. Ein spezieller Rettungswagen der Hamburger Feuerwehr erwartete den Patienten und brachte ihn unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen in das Universitätsklinikum Eppendorf. Der WHO-Mitarbeiter ist der erste Ebola-Patient, der in Deutschland behandelt wird.

Gulfstream III Ambulanz Kabine Phoenix Air

Bis zu vier Patientenliegen können in der Kabine untergebracht werden. © Foto und Copyright: Phoenix Air  

 

Die allerhöchsten Schutzbedingungen bietet auch die Gulfstream III, mit der der Patient nach Hamburg transportiert wurde. Sie gehört der US-Charterfluggesellschaft Phoenix Air aus Cartersville in Georgia. Die Gesellschaft besitzt zwei Gulfstreams (N163PA und N173PA)  mit Spezialausrüstung, die weltweit unterwegs sind. Sie gehörten früher der dänischen Luftwaffe. Zur Ambulanzflotte gehören darüber hinaus vier Learjet 36 und ein Learjet 35. Weltweit einmalig ist die Gulfstream III mit „Single Patient“-Ausstattung. Sie ist konzipiert für den Liegendtransport eines einzigen Patienten und das medizinische Begleitpersonal sowie Angehörige. Die Patientenliege ist im vorderen Teil der Kabine untergebracht, in unmittelbarer Nähe zu der speziellen großen Frachttür auf der rechten Seite. Die zweite Konfiguration sieht bis zu vier Liegen vor. Beide Gulfstreams verfügen über diese Frachttür, sie sind damit die einzigen auf der Welt. Die Tür erlaubt des Be- und Entladen des Flugzeugs mit dem liegenden Patienten in der Waagerechten nebst den angebrachten medizinischen Geräten. Die Reichweite von 3500 NM erlaubt Interkontinentalflüge mit nur wenigen Tankaufenthalten.

Während des Fluges stellt, wie im Fall des Ebola-Patienten, ein Unterdruckzelt in der Kabine eine Schutzatmosphäre her, um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern. Unter diesen besonderen Schutzbedingungen kann immer nur ein Patient befördert werden.

Phoenix Air betreibt auch eine Flotte von Gulfstream G I und führt Modifikationen an den Turboprop-Zweimots aus.



Weitere interessante Inhalte
Angebot auf Gulfstream ausgebaut RUAG wartet die G550

09.09.2016 - Der schweizer Dienstleister RUAG erweitert sein Portfolio um die Line- und Base-Maintenance der Gulfstream G550 am Standort München. … weiter

Tests der Kabinenausstattung Fünfte Gulfstream G500 fliegt

08.08.2016 - In Savannah hat die erste G500 mit voller Kabineneinrichtung ihr Flugtestprogramm begonnen. Die Zulassung des neuen Langstrecken-Geschäftsreisejets ist für 2017 vorgesehen. … weiter

Gulfstream testet Systeme Erster simulierter Flug der G600

26.02.2016 - Der „Iron Bird“ der Gulfstream G600 hat den ersten simulierten Flug absolviert, getestet werden dabei alle relevanten Systeme. … weiter

Erstflug des vierten Testflugzeugs G500-Testflotte wächst

25.02.2016 - Der vierte Gulfstream G500-Prototyp hat am Samstag seinen Ersflug absolviert. Damit ist die Testflotte fast komplett. … weiter

Zulassung für 2017 geplant Gulfstream G500 schließt Flattertests ab

05.02.2016 - Die Gulfstream G500 hat auf dem Weg zur Zulassung die Flattertests abgeschlossen. Währenddessen hat ein zweiter Prototyp die Klimatests absolviert. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

aerokurier 12/2016

aerokurier
12/2016
23.11.2016

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report Me 262
- Reise: Südwest-Frankreich
- Pilot Report Remos GXiS
- Trixy Spirit
- Flugzeug einmotten
- Ventus Generation 3
- Fliegen über der Kalahari

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt

aerokurier iPad-App