04.12.2013
aerokurier

NeuflugzeugeCessna rutscht weiter ab

Es werden wieder mehr Flugzeuge verkauft: Die Auslieferungszahlen für die ersten drei Quartale zeigen insgesamt eine positive Tendenz. Das gilt indes nicht für die Business Jets. Vor allem Cessna blickt auf düstere neun Monate zurück.

Cessna Citation alle Modelle

Leichtjets haben es derzeit schwer, der Citation-Verkauf läuft 2013 nur schleppend. © Foto und Copyright: Cessna Aircraft  

 

Die gute Nachricht zuerst: In den ersten neun Monaten wurden weltweit 6,8 Prozent mehr Flugzeuge ausgeliefert als im Vergleichszeitraum 2012. Diese Zahlen nennt die Herstellerorganisation General Aviation Manufacturer's Association (GAMA) in ihrem jüngsten Quartalsbericht. Demach waren es genau 1516 Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt, die den Besitzer wechselten (2012: 1419). Noch deutlicher fiel der Zuwachs bei den Umsätzen aus, sie stiegen von 12,4 Milliarden Dollar auf 15,4 Milliarden (+24,5 Prozent).

Vor allem die ein- und zweimotorigen um Turboprops sind weiter im Aufwind, sie legten laut GAMA um 32 beziehungsweise 25 Flugzeuge zu (+10,3/+42,4 Prozent). Bei den Einmotorigen gehen allein 32 auf das Konto von Pilatus mit der PC-12. Beechcraft verbuchte 84 Auslieferungen von Flugzeugen aus der King-Air-Familie.

Ein anderes Bild bei den Business Jets: Hier waren die Auslieferungen leicht rückläufig. Nur 421 neue Jets wechselten in neun Monaten den Besitzer (2012: 430). Für das nicht so schöne Ergebnis sind vor allem die leichten und mittelgroßen Modelle verantwortlich.

Besonders hart hat es daher Cessna getroffen. Der Hersteller meldet bei der CJ4 minus zwölf Auslieferungen, bei der Mustang minus elf und bei der Sovereign minus zehn. Von der Citation X wurde in diesem Jahr kein einziges Flugzeug ausgeliefert. Cessna bereitet derzeit die Einführung einer neuen Version des extraschnellen Business Jets vor.

Alles in allem musste Cessna bei den Jet-Auslieferungen in den ersten drei Quartalen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von fast 40 Prozent hinnehmen.

Die Konkurrenz hat sich besser geschlagen. Bombardier zum Beispiel hat sein Niveau gehalten, während Embraer sich um 43,5 Prozent verbessert hat (plus 20 Flugzeuge). Von den bisher 66 Auslieferungen gehen 52 auf das Konto der beiden Phenom-Modelle. Sehr gut getan haben der Embraer-Bilanz auch die elf Legacy-650-Auslieferungen. Eine Legacy 650 kostet rund 30 Millionen Dollar.



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